ARBÖ: Achtung bei Benützung eines Radweges in beiden Fahrtrichtungen

Wien (ARBÖ) - Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit steigen
viele Menschen wieder auf den Drahtesel um. Dadurch können sowohl für die Pedalritter als auch für Autolenker Gefahrensituationen entstehen. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen berichten von einem Fall, bei dem es durch die Unkenntnis einer Pkw-Lenkerin über die Vorschriften der Radwegbenützung zu einem Unfall kam. Dabei wurde eine Radfahrerin schwer verletzt, ihr wurde letztendlich ein hohes Schmerzengeld zugesprochen.

Eine Pkw-Lenkerin nahm im gegenständlichen Fall irrtümlich an, daß bei Vorhandensein nur eines einzigen Radweges dieser auch nur in der entsprechenden Fahrtrichtung benutzt werden darf. Beim Einbiegen in eine Einbahnstraße rechnete die Lenkerin nicht mit
der von der entgegengesetzten Richtung kommenden Radfahrerin. Es
kam zum Unfall, bei dem die Radfahrerin schwer verletzt wurde. In der Folge erhielt sie Schmerzengeld in der Höhe von ATS 400.000,-
/ EUR 29.069,13.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Der Oberste Gerichtshof stellte dazu fest, daß ein einziger, also nur auf
einer Seite einer Straße angelegter Radweg unter Beachtung des Rechtsfahrgebotes in beiden Richtungen befahren werden darf. Dies gilt auch dann, wenn - wie in diesem Fall - der Radweg neben einer Einbahnstraße geführt wird."

Der ARBÖ appelliert deshalb an den Gesetzgeber, durch eine vom ARBÖ schon seit langem geforderte klare Regelung zur Fahrordnung auf Radfahranlagen derartigen Unfällen vorzubeugen. Mag. Göppert:
"Autofahrer müssen beim Queren von Radwegen größte Vorsicht üben und auf Radfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Weiters müssen sich natürlich auch die Radfahrer an die derzeit geltenden Vorschriften halten und mit entsprechender Disziplin unterwegs sein."

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