FERRERO-WALDNER traf gestern libyschen Revolutionsführer Gaddafi

Wien (OTS) Im Rahmen ihres offiziellen Besuches in Libyen traf Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER gestern am späten Nachmittag mit Revolutionsführer Muammar Gaddafi zusammen.

Im Rahmen des über eine Stunde dauernden Gespräches erläuterte Gaddafi die jüngsten libyschen Initiativen im Kosovo-Konflikt. Er könne sich eine Schutzmacht an der "gewisse" NATO-Staaten teilnehmen sollten als Lösung vorstellen. Wie diese Schutzmacht zusammengesetzt sei soll und welche Staaten daran im Konkreten teilnehmen sollen, ließ Gaddafi allerdings offen. Auf die Frage
der Bewaffnung einer solchen Schutztruppe ging Gaddafi nicht ein. Die Staatssekretärin legte dazu die bekannte EU-Position dar und hob die Notwendigkeit einer politischen Lösung hervor. FERRERO-WALDNER erinnerte Gaddafi auch daran, daß Österreich schon unter Außenminister Mock vor einer Eskalation im Kosovo gewarnt hat. "Bedauerlicherweise fanden unsere Warnungen damals wenig Gehör",
so die Staatssekretärin.

Muammar Gaddafi verglich den Kosovo-Konflikt auch mit Frage der kurdischen Minderheit in der Türkei. Diese haben, so Gaddafi, ein Recht auf Selbstbestimmung. "Das muß aber nicht unbedingt ein eigener Staat sein", so der libysische Revolutionsführer.

Die Staatssekretärin unterstützte im Rahmen des Gesprächs auch zahlreiche österreichische Firmeninteressen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Suspendierung der UN-Sanktionen "neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit" eröffnen werde.

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