Euro-Konferenz "Quality of Life-Sustainability-Environmental Changes" in Schlaining, Burgenland

ARCS-Geschäftsbereich Systemforschung fungiert als europäische Wissenschaftsdrehscheibe

Wien (OTS) - Der Bereich Systemforschung der Austrian Research Centers (Forschungszentrum Seibersdorf) veranstaltet in der Zeit vom 6. - 9. Mai 1999 im burgenländischen Schlaining die Euro-Konferenz "Quality of Life - Sustainability - Environmental Changes". Partner von Seibersdorf ist die Universität Wien, Institut für Psychologie. Der Event wird mit Mitteln aus dem "Training and Mobility of Researchers Programme" der EU sowie vom Wissenschaftsministerium gefördert. Die Gesamtdotation beträgt drei Mio. Schilling.

Euro-Konferenzen bestehen aus mehreren Events, in deren Rahmen europäische TOP-WissenschafterInnen mit ausgewählten jungen ForscherInnen, insbesondere aus den less favoured regions der Europäischen Gemeinschaft, zusammen gebracht werden. Mag. Eva Buchinger, die zuständige Projektleiterin, nennt als Highlights der Veranstaltung: ,,Das Thema ist gesellschaftlich relevant, hat hohes wissenschaftliches Niveau, reflektiert die gesamteuropäische Sichtweise, bindet den wissenschaftlichen Nachwuchs ein und wird mit den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien nahezu papierlos organisiert." Workshops bieten die Möglichkeit zu intensiver und kontroversieller Diskussion.

Der erste von drei Events, für die Seibersdorf verantwortlich zeichnet, ist dem Themenkomplex "Environmental behaviour and quality of life: Ecological, sociological, psychological and communicational indicators of sustainability" gewidmet. Für die Veranstaltung konnten namhafte Keynote Speakers aus unterschiedlichen europäischen Ländern gewonnen werden, z. B. F. Schmidt-Bleek (Factor 10 Institute, Frankreich), T. Ruddy (Consultant, USA/Deutschland), J. Ott (Erasmus University Rotterdam, Holland), T. Whiston (Roskilde University, Dänemark), J. Fletcher (OECD, Frankreich), I. Guinomet (EUROSTAT, Luxemburg), M. Piringer (Global 2000, Österreich), S. Gerhold (OESTAT, Österreich). Die etwa 40 jungen ForscherInnen kommen aus zwölf unterschiedlichen EU-Ländern (von Portugal über Irland und Ostdeutschland bis Schweden); selbst aus den USA, aus Mexiko und Kolumbien reisen junge ForscherInnen an. Für die Koordination und Moderation der Workshops konnte Christian Schrefel, Präsident der Umweltberatung Europa, gewonnen werden.

Auch die beiden anderen Veranstaltungen der Euro-Konferenz werden vom ARCS-Bereich Systemforschung in Zusammenarbeit mit der Uni Wien koordiniert. Sie finden vom 7. - 10. Oktober 1999 in Andalusien, Spanien, und vom 16. - 19. April 2000 wieder in Schlaining, Burgenland statt.

Zum Hintergrund: Die Lösung des Spannungsfeldes zwischen Lebensqualität und der Beanspruchung der Natur durch den Menschen ist in unseren hochentwickelten Industriegesellschaften besonders aktuell. "Natur wird stark strapaziert und die Änderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Richtung Nachhaltigkeit beschränkt sich allzu oft auf Lippenbekenntnisse", resümiert Buchinger. Die Crux bestehe darin, daß einerseits eine intakte Natur wichtig für die Lebensqualität sei, auf der anderen Seite fordere gerade eine ernsthaft verfolgte nachhaltige Entwicklung eine Änderung dieser Vorstellung ein, so die Expertin weiter. Ein griffiges Beispiel: Auto fahren ist umweltschädlich, der Verzicht darauf wird aber vielfach als Einschränkung der Lebensqualität betrachtet.

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Mag. Eva Buchinger

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