Eine Million um 1.700 Schilling monatlich

Vorausmeldung zu Gewinn-Ausgabe Nr. 5/99

Wien (OTS) - Der Kredit im Schweizer Franken ist mittlerweile zur Finanzierungsform Nummer eins, auch und vor allem für private Häuslbauer geworden. Der Grund ist einleuchtend. Auch private Kreditnehmer erhalten Schweizer-Franken-Kredite heute um etwas mehr als zwei Prozent. Die Zinsenlast pro Monat für einen Kredit von einer Million Schilling reduziert sich damit auf rund 1.700 Schilling, rechnet der GEWINN in der Mai-Ausgabe vor. Praktisch geschenkt gibt es derzeit den Yen als Kredit. Die Banken verrechnen sich gegenseitig rund 0,1 Prozent, als Privater in Österreich erhält man ab rund 1,3 Prozent Zugang. Der Kredit über eine Million Schilling kostet nur noch 1.333 Schilling! Der Yen ist und bleibt aber eine Spekulationswährung, mit dem angenehmen Aspekt, daß der Euro gerade so schwach gegenüber dem US-Dollar und Yen ist, wie er es wahrscheinlich nich ewig bleiben wird. Wer genügend Spielraum hat, so rät GEWINN, sollte sich also diese Variante näher ansehen.

Kaindl investiert 1,2 Milliarden Schilling in Salzburg

Die Salzburger Firmengruppe Kaindl-Kronospan ist europäischer Marktführer von Spanplatten - und expandiert kräftig. Laut Berichten im GEWINN wächst Kaindl doppelt so schnell wie die Konkurrenz. In Salzburg investiert das Unternehmen heuer 1,2 Milliarden Schilling in eine Produktionsanlage, in ganz Europa stehen Investments in der dreifachen Höhe auf den Plan.

Die Euro-Bargeldfalle: 2002 wird es zuwenig Euro-Münzen geben

Stellen Sie sich vor, der Euro (in Münzen und Scheinen) startet -und der Handel hat zuwenig Wechselgeld. Wenn es nach den Euro-Experten Dr. Walter Emberger und Mag. Robert Kromer geht, ist dieses Szenario nicht nur traurig, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit ab 2002 Realität. Beide Experten untersuchten im Auftrag des Wirtschaftsministriums die Auswirkungen des Euro auf Klein- und Mittelbetriebe, die Ergebnissen wurde in der Mai-Ausgabe des GEWINN präsentiert.

"Der Euro verursacht einem Handelsbetrieb einen höheren Wechselbedarf als bisher. Unter anderem führen Emberger und Kromer dies auf die höhere Anzahl der Münzen, aber auch den Umstand zurück, daß niemand mehr daran interessiert sein wird, sein Wechselgeld noch in Schilling zurückzubekommen. Dadurch werden die Handelsbetriebe großteils die den Banken zugedachte Aufgabe übernehmen und als "Wechselstube" im wahrsten Sinn des Wortes mißbraucht.

Private Krankenversicherung: Über 1.500 Schilling Unterschied pro Monat

Wie der GEWINN in seiner neuesten Ausgabe berichtet, herrschen deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten der privaten Krankenversicherungen. Im Schnitt wurden die Prämien um drei bis fünf Prozent angehoben, die klassischen Einsteigerprämien liegen zwischen 420 und 2.000 Schilling pro Monat, je nach Selbstbehalt. So kostet die Monatsprämie einer 30jährigen Frau bei der EA-Generali mit 12.000 Schilling Selbstbehalt 827 Schilling, mit 20.000 Selbstbehalt nur noch 480 Schilling. Bei der Austria Versicherung hingegen zahlt die 30jährige 935 Schilling bei 11.800 Schilling Selbstbehalt. Wobei der Selbstbehalt nur beim ersten Fall innerhalb von zwei und nicht wie der Generali einem Jahr zu bezahlen ist. Bei der Merkur Versicherung hingegen zahlt sie 10.490 Schilling Selbstbehalt bei einer Monatsprämie von 906 Schilling. Allerdings ist der erste Spitalsaufenthalt "frei".

Koalition ÖVP-FPÖ wird von Unternehmern bevorzugt

Wie der GEWINN in der Mai-Ausgabe berichtet, hat sich das Bild einer Koalitionsregierung in den Augen der heimischen Unternehmen deutlich gewandelt. Stimmten im Vorjahr noch drei Viertel aller vom Wdf, Triconsult und GEWINN befragten Führungskräfte für eine große Koaltion, sind heute nur noch vier von zehn derselben Meinung. Bereits ein Drittel der Befragten (vor allem kleine Gewerbetreibende) entschied sich für eine kleine Koalition von ÖVP und FPÖ.

Kursanstieg von in Asien investierte Aktien erwartet

"Die Asien-Krise ist vorbei. Es ist Zeit zum Einsteigen", befindet Elizabeth J. Mackay, Chief Investment Strategist von Bear Sterns in New York. Im GEWINN-Interview nennt sie auch die Gründe dafür: "Die zyklischen Branchen wie Stahl, Papier oder Aluminium haben Preissteigerungen bekanntgegeben, und auch die Energietitel haben durch die steigenden Ölpreise wieder an Boden gewonnen. Daher sind wir der Meinung, daß jene Titel, von denen wir in den letzten 18 Monaten abgeraten haben, in nächster Zeit davonziehen könnten." Für Europa sieht laut Mackay die Zukunft positiv aus. "Deutschland, Frankreich und Großbritannien profitieren von der heutigen Zinslandschaft. Und auch die Schwäche des Euro wird sich letztendlich als Positivum erweisen." Mackay erwartet, daß die amerikanischen Investoren nach good old Europe gehen werden. "Vor der Asien-Krise sind netto 60 Milliarden Dollar in ausländische Märkte investiert worden. Im Jahr 2000 könnten 40 Milliarden Dollar allein nach Europa fließen.

Die "Mickymaus-Reform" Als klein, aber putzig bezeichnet der renommierte Wiener Steuerberater Professor Dr. Maximlian Hackl die Steuerreform. "Daß Rapsmethyläther, die Filmbranche und die Landwirte entlastet werden, wird wohl sein Gutes haben", bringt er es im GEWINN-Interview auf den Punkt. Einen wirklich großen Entwurf sieht er nicht. "Die Reduktion der Lohnkosten ist total schiefgelaufen. Irgendwo sollten die Lohnnebenkosten aber doch vorkommen. Daher zahlen Jungunternehmer in den ersten zwölf Monaten ihres Unternehmerdaseins um zirka sieben Prozentpunkte weniger Lohnabgaben. Auch tüchtige Jungunternehmer haben aber zu Beginn keine Dienstnehmer oder höchstens einen Lehrling. Von einem Lohnaufwand von null sind aber bekanntlich sogar sieben Prozent null."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Gewinn-Redaktion
Tel.: 01/512 24-0

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GWW/OTS