ÖBB-Infrastrukturprojekte in Tirol

Die ÖBB investieren bis 2002 rund 4,1 Milliarden ATS in den Ausbau der Tiroler Schieneninfrastruktur.

Tirol - Verbinden und Erschließen
Bis 2002 investieren die Österreichischen Bundesbahnen rund 4,1 Milliarden in den Ausbau der Tiroler Schieneninfrastruktur. Die Auswirkungen dieser Investitionen sind weitreichend und tragen wesentlich dazu bei, Tirol verkehrsmäßig noch besser zu erschließen und somit auch stärker mit den internationalen Märkten zu verbinden. In einem Arbeitsgespräch thematisierten heute ÖBB-Generaldirektor-Stellvertreter Helmut Hainitz und Landeshauptmann Wendelin Weingartner die Infrastrukturprojekte, die die Gegenwart und Zukunft des Landes Tirol nachhaltig beeinflussen.****
341 Millionen Schilling der gesamten Infrastrukturinvestitionen in Tirol fließen in den Ausbau des Bahnhofs Jenbach. Der Bahnhofsumbau bringt Vorteile für den Wirtschaftsstandort und er trägt zur Attraktivierung der Tourismusregion rund um Jenbach bei, weil neue Bahnsteige, kundenfreundliche Bahnsteigzugänge und eine Bahnsteigunterführung Sicherheit und Komfort der Reisenden erheblich steigern. Neue Impulse für die Tourismusmetropole am Arlberg bringt auch der zweigleisige Ausbau von St. Anton bis St. Jakob, in den rund 1,6 Milliarden Schilling investiert werden. Der Ausbau des Zammer-Tunnels, der Bahnhofsumbau Hopfgarten und Landeck wie der zweigleisige Ausbau im Abschnitt Kronburg bilden wichtige Meilensteine in der gesamten Schieneninfrastruktur Tirols.

Die Wirtschaft profitiert
Vor allem die Bauwirtschaft profitiert vom Schienenausbau. Österreichweit konnte der Bauproduktionswert beim Eisenbahnoberbau 1998 um 20,7% gegenüber dem Jahr 1997 gesteigert werden. In Tirol waren es 4,5 Prozent. Und während die österreichische Bauwirtschaft insgesamt von 1997 bis 1998 einen Auftragsrückgang von 6,9% erlitt, verzeichneten die der Bahn zuliefernden Baubranchen ein Plus von 12,9%.
Beim Ausbau des Bahnhofes Jenbach fließen rund 50% des Bauauftrages in die Tiroler Wirtschaft. Beim zweigleisigen Ausbau von St. Jakob nach St. Anton sind dies 45%.

In St. Anton sind während der Bauzeit (1998 - 2001) 200 bis 300 Bauarbeiter und 40 bis 50 hochqualifizierte Techniker heimischer Firmen beschäftigt. Diese bringen auch einen positiven volkswirtschaftlichen Begleiteffekt und die Gemeinde St. Anton profitiert doppelt. Aber auch der viergleisige Ausbau der Westbahn zwischen Wien und Salzburg bringt für den Wirtschaftsstandort Tirol zusätzliche Impulse.
Die Bevölkerung profitiert
Verbesserungen der Infrastruktur haben immer auch positive Auswirkungen für jene Menschen, die nicht am Wohnort arbeiten. Tirol hat 140.000 Pendler und Pendlerinnen, die Tag für Tag Verkehrsmittel nutzen, um zur Arbeit zu gelangen. Um den Pendlern eine attraktive Verkehrsalternative zu bieten, investieren die ÖBB in den Ausbau der Tiroler Schieneninfrastruktur.
Die Umwelt profitiert
Der Ausbau der Schiene ist gerade in Tirol Voraussetzung dafür, den wachsenden Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Insgesamt 17,6 Millionen Tonnen wurden allein im Jahr 1998 im Bundesland Tirol auf der Schiene befördert. Diese Zahl beinhaltet sowohl den Versand und Empfang wie auch sämtliche Durchzugsverkehre durch Tirol, d.h. vom Ausland ins Ausland und der durch Tirol laufende innerösterreichische Verkehr. Wären diese Güter auf der Straße transportiert worden und geht man von durchschnittlich 19,5 Tonnen pro LKW aus, hätten zusätzlich rund 900.769 LKW-Fahrten die Straßen verstopft. Für ein Transitland wie Tirol wäre das eine zusätzliche enorme Belastung der Umwelt und der Lebensqualität aller Tirolerinnen und Tiroler.

Die ÖBB investieren in die Zukunft
Die Bahn ist in den letzten Jahren moderner geworden und fährt auf einem schwierigen Kurs zwischen marktwirtschaftlichem Erfolgsdruck und volkswirtschaftlicher Verpflichtung. Mit rund 54.000 Mitarbeitern sind die ÖBB einer der größten Arbeitgeber Österreichs - rund 8% davon leben in Tirol. ÖBB-Mitarbeiter haben sichere Arbeitsplätze und tragen damit wesentlich zur Stabilität des heimischen Arbeitsmarktes bei.

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