Maderthaner: Betriebe gründen, Arbeitsplätze schaffen

"Wir schicken niemanden von Pontius zu Pilatus, bei uns gibt es jetzt alles auf einem Platz"

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"Ich wünsche mir vom heutigen Gründergipfel nicht nur eine neue Quantität und Qualität an gründerfreundlichen Maßnahmen und Vorschlägen, sondern auch deren rasche Umsetzung. Und ich wünsche mir, daß alle zu Botschaftern einer neuen Gründerpolitik werden, die Österreich, seine Wirtschaft und seine Beschäftigung in den nächsten Jahren auf eine positive und überzeugende Weise prägen wird", erklärte WKÖ-Präsident Leo Maderthaner zur Eröffnung des Gründergipfels in der WKÖ und rief dazu auf: "Tun wir gemeinsam etwas für mehr Gründer, tun wir etwas für Österreichs Zukunft".

In einer Zeit des Wandels und des globalen Wettbewerbes bedeute jeder Stillstand mehrere Schritte zurück. Andere Länder und andere Regionen gingen in der Zwischenzeit weiter voran, schaffen und verbessern Standortvorteile und sichern so ihre Wirtschaftsdynamik. Das Schweizer Management Institut IMD habe in seinem Wettbewerbs-Ranking festgestellt, daß Österreich im weltweiten Vergleich bei Firmengründungen nur auf Platz 45 rangiere. "Das ist für ein Land wie Österreich - wir sind immerhin das drittreichste Land in der EU - ein beschämendes Ergebnis. Ein Ergebnis, das uns alle dazu motivieren muß, mehr für Gründungen zu tun", betonte Maderthaner.

Nach jahrelangem Zögern, Zaudern und Nichtstun gäbe die österreichische Jungunternehmerpolitik wieder ein spürbares Lebenszeichen von sich. Gewinner der Steuerreform 2000 seien die Gründer und Jungunternehmer: Um 7 Prozent weniger Lohnnebenkosten im ersten Jahr, höhere Forschungsfreibeträge, die steuerliche Gleichsetzung von Eigenkapital und Fremdkapital, die Förderung von Humankapital, - all das seien klare Signale für mehr Gründer. Dazu komme die Halbierung der GSVG-Mindestbeitragsgrundlage während der ersten drei Jahre, das neue Gründergesetz, das alle Behördenkosten abschafft und auch die Streichung der betrieblichen Erbschafts- und Schenkungssteuer für KMUs. Sie sei besonders wichtig, weil in den nächsten zehn Jahren über 50.000 Unternehmer in Pension gehen und deren Betriebe für die Jungen - sei es in oder außerhalb der Familie - auch übernehmbar sein müssen. "Mit dem derzeit noch gültigen Jobkiller der betrieblichen Erbschafts- und Schenkungssteuer hat Österreich Übernahmen unfinanzierbar und uninteressant gemacht. Das muß und das wird sich ändern", sagte Maderthaner. Demnächst müsse das One Stop Shop-Prinzip eingeführt werden: Eine Anlaufstelle, ein Antrag, ein Verfahren und ein Bescheid beim Betriebsanlagenrecht.

"Auf Initiative der Jungen Wirtschaft haben wir das neue Gründerservice der Wirtschaftskammern in die Tat umgesetzt. Wir haben damit für alle Gründer in ganz Österreich den One Stop Shop bereits realisiert, der auf Behördenebene noch fehlt. Wer Informationen, Beratung und Auskünfte zu jeder möglichen Gründer-Frage braucht, der kann sich heute direkt an die Expertinnen und Experten unseres Gründerservice wenden. Wir schicken niemanden von Pontius zu Pilatus, bei uns gibt es jetzt alles auf einen Platz", betonte Maderthaner. (Schluß) hv

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