Neue Hoffnung für Patienten mit Inkontinenzproblemen

Weltweite Zulassung einer neuen Therapiemöglichkeit für

Wien (OTS) - Blasenfuktionsstörungen.
InterStim Therapie für Stuhlinkontinenz wird
im Rahmen der Frühjahrstagung für Coloproktologie in Innsbruck vorgestellt =

Medtronic, Inc. gab die weltweite Zulassung der
InterStim(R) Therapie zur Behandlung bestimmter Formen von chronischen Blasenfunktionsstörungen bekannt. Diese Therapie stellt eine neuartige Behandlungsalternative für Patienten mit Inkontinenz oder Harnverhaltung dar, die bislang nur unzulänglich oder mit großen Nebenwirkungen behandelt werden konnten. In Österreich leiden geschätzte 100.000 Menschen unter Harninkontinenzproblemen. Bei drei Viertel dieser Patienten handelt es sich um Frauen im Alter von 30 bis 59 Jahren - Frauen, die sich in den aktivsten Jahren ihres Lebens befinden. Für diese Frauen stellt die Inkontinenz ein besonders einschränkendes Problem dar, das sehr oft tabuisiert wird.

Zusätzlich leiden etwa 50.000 Österreicher unter verschiedenen Symptomen der Stuhlinkontinenz, die oft eine psychologisch noch belastendere Diagnose darstellt. Stuhlinkontinenz kann zu psychologischen Störungen wie Isolationsgefühlen, Verlust der Unabhängigkeit, Angstgefühlen oder Verlust des Selbstwertgefühls führen. Die InterStim Therapie funktioniert durch die Stimulation der Sakralnerven im unteren Beckenbereich. Die Sakralnerven werden durch eine geringdosierte elektrische Stimulation, hervorgerufen durch einen sogenannten Neurostimulator, angeregt, um die Funktion der Harnblase bzw. des Sphinkter (des Enddarms) zu kontrollieren. Der Neurostimulator - ein unter die Haut implantierbares Gerät von der Größe einer Taschenuhr - überträgt die elektrischen Impulse über mehrere Elektroden an definierte Stellen des Sakralnervbereiches.

Diese Technologie basiert auf der elektrischen Stimulationstherapie, die auch bei Herzschrittmachern zur Anwendung kommt. Medtronic hat weltweit als Pionier auf dem Gebiet der Neurostimulation diese Technologie weiterentwickelt, um verschiedene neurologische Problemstellungen wie den Parkinson Tremor oder chronische Schmerzen zu behandeln. Die InterStim Therapie stellt nunmehr eine völlig neue Kategorie der Inkontinenzbehandlung dar, die sich als Alternativtherapie zu weitgehenderen chirurgischen Eingriffen, wie einer Blasenerweiterung oder einer Blasenentfernung, anbietet.

Die InterStim Therapie ist indiziert für mehrere Formen von Blasenfunktionsstörungen (chronische Harnverhaltung, Dranginkontinenz, Frequenzsyndrom) sowie für die erworbene Stuhlinkontinenz. Obwohl für diese Patienten eine Reihe von pharmazeutischen Behandlungsmöglichkeiten gegeben sind, sprechen viele Patienten nicht auf diese Therapien an oder entwickeln massive Nebenwirkungen.

Dr. Richard Schmidt von der University of Colorado, einem der Studienzentren für die InterStim Therapie, beurteilt die Therapie wie folgt: "Die InterStim Therapie eröffnet neue Hoffnungen für Patienten, die an den physischen und psychischen Folgen von schweren Formen der Inkontinenz leiden. Abgesehen davon, daß viele Patienten wiederholt in Verlegenheit gebracht werden, kann ein Inkontinenzproblem Patienten daran hindern, für Ihre Familie zu sorgen, einen Arbeitsplatz zu erfüllen oder eine normale Freizeitgestaltung zu führen."

Im Rahmen der Frühjahrstagung der deutschen Arbeitsgemeinschaft für Coloproktologie, der chirurgischen Disziplin, die sich mit der Therapie des Dick- und Mastdarms befaßt, stellt Univ. Doz. Dr. Harald Rosen, vom Donauspital im SMZ-Ost in Wien, die ersten Ergebnisse der InterStim Sakralnervenstimulation in der Behandlung von Stuhlinkontinenz vor. Herr Dozent Rosen ist einer der weltweiten Pioniere auf dem Feld der Neurostimulation als Therapie für Stuhlinkontinenz.

Weitere Informationen zur Interstim Therapie können auch über die Internet Adresse www.interstim.com abgerufen werden. Medtronic, Inc., Minneapolis, MN, ist der weltweit führende Medical Technology Konzern für implantierbare und interventionelle Therapien. Die Internet Adresse ist www.medtronic.com.

(Siehe auch APA/OTS-BILD - www.ots.apa.at/file-service/4038.htm)

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