Motz: Stetiger Rückgang der Agrareinnahmen erfordert alternative Einkommensformen

Mehr Geld aus Landschaftspflege und –hege, Förderung für natur- und umweltverträgliche Produktion

St. Pölten, (SPI) – Der Rückgang der Einkommen in der Landwirtschaft zeigt international ein sehr unterschiedliches
Bild. So informiert eine kürzlich veröffentlichte Studie von "Eurostat”, daß beispielsweise im Jahr 1998 in Dänemark ein Rückgang der Bauerneinkommen von 18 %, in Großbritannien um 16,3 % und in Portugal um 12 Prozent zu verzeichnen war. In Österreich betrugen die Einkommenseinbußen vergleichsweise nur geringe 4,2 Prozent. "Diese Zahlen zeigen, daß zwar keine Katastrophenstimmung angebracht ist, eindeutig jedoch Handlungsbedarf gegeben ist.
Unter Berücksichtigung des Rückganges der Erzeugerpreise in vielen Bereichen der Landwirtschaft, z.B. beim Milchpreis und vor allem
bei den Fleischpreisen, stellt sich immer mehr die Frage nach alternativen Einkommensformen für die Landwirtschaft”, so der Korneuburger SP-Landtagsabgeordnete Mag. Wolfgang Motz.****

Für ein Überleben zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe der Landwirtschaft ist es von besonderer Bedeutung, daß im Rahmen der Agarförderung einerseits soziale Kriterien wesentlich stärker als bisher berücksichtigt werden, andererseits jedoch auch alternative Einkommensformen gefunden werden. Hier gibt es gute Ansätze im Rahmen der Landschaftsförderung und der eingeschränkten Nutzung von Agrarressourcen, wofür bereits heute Milliarden an die Landwirte ausgezahlt werden. In diesem System liegen aber noch
viele Möglichkeiten brach. So stellt sich durch die intensive agrarische Nutzung Niederösterreichs das Problem der steigenden Nitratverseuchung des Trinkwassers. "Die Behebung dieser "Beeinträchtigungen” sowie die entsprechende Vorsorge für reines Trinkwasser kosten jährlich Hunderte Millionen Schilling, die im Einklang mit entsprechenden Maßnahmen in der Landwirtschaft sicher besser angelegt wären. Die Landwirte unterlassen die Düngung mit nitratfördernder Gülle, dafür bekommen sie entsprechende "Abschlagszahlungen” für ihre geringeren Ernteerträge. Gesamtwirtschaftlich würde sich dabei wahrscheinlich ein Gewinn ergeben”, ist sich Abg. Motz sicher. "Produktions- und vor allem mengenspezifische Förderungen müssen zugunsten eines "umwelt- und sozialverträglichen Fördersystems” geändert werden”, so Abg. Mag. Motz abschließend.
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