AK Tumpel: Wirtschaft muß soziale Verantwortung zeigen

Wien (OTS) – Mehr soziale Verantwortung durch die Unternehmen fordert AK Präsident Herbert Tumpel in seiner Botschaft zum 1.
Mai. Die österreichische Wirtschaft stehe im internationalen Vergleich gut da – nehme aber trotzdem den ihr zukommenden Teil der sozialen Verantwortung nicht ausreichend wahr. Konkret fordert Tumpel von den Unternehmen, mehr statt immer weniger Lehrlinge aufzunehmen, die Erfahrung älterer ArbeitnehmerInnen anzuerkennen, anstatt schon den 45. Geburtstag für einen Kündigungsgrund zu halten und den Eltern junger Kinder jene Mitsprache bei der Arbeitszeit zu geben, die sie brauchen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Das seien die dringendsten Anliegen. ****

60.000 arbeitslose Beschäftigte über 50, immer weniger statt mehr Lehrstellen in der privaten Wirtschaft und ein gleichbleibendes Problem für die Frauen, nach der Karenz den Wiedereinstieg zu schaffen: Das sind für AK Präsident Herbert Tumpel derzeit die dringendsten Probleme für die ArbeitnehmerInnen. Die Ursache dafür sei, so Tumpel, "daß die Wirtschaft soziale Verantwortung nicht ausreichend wahrnimmt."

Trotzdem seien am österreichischen Arbeitsmarkt erste Anzeichen für eine Trendwende erkennbar – aber das sei hauptsächlich auf das Eingreifen des Staates, auf Auffangnetze und öffentliche Maßnahmen zurückzuführen.

Das größte Problem der ArbeitnehmerInnen sei der wachsende Druck, der mit der Peitsche der Arbeitslosigkeit ausgeübt werde. Als für die ArbeitnehmerInnen wichtigste Maßnahmen sozialer Verantwortung sieht der AK Präsident
- einen fairen Umgang mit älteren Beschäftigten: "Erfahrung muß zählen. Die Vorurteile, Ältere seien kränker und teurer, stimmen einfach nicht."
- mehr Lehrstellen für die Jugendlichen: Jeder Jugendliche müsse ein Recht auf einen Ausbildungsplatz haben. Die Wirtschaft fordere ständig Erleichterungen, bekomme sie auch – und trotzdem werden immer weniger Lehrlinge aufgenommen
- Sicherheit für die Familien: Eltern kleiner Kinder hätten große Probleme, weil auf ihre besondere Lage einfach keine Rücksicht genommen werde.

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