Baugewerbe begrüßt Absturz des Schwarzarbeitsbekämpfungs-Gesetzes

Lahofer: "Jetzt ist Finanzminister Edlinger gefordert" Verstärkte Kontrollen durch Wirtschaftsministerium befüwortet

PWK - Die Bundesinnung der Baugewerbe begrüßt den "Absturz" des Entwurfs von Sozialministerin Hostasch zum Scharzarbeitsbekämpfungsgesetz in seiner derzeitigen Form. "Mit diesem Sammelsurium an drakonischen Strafen für Unternehmen und bürokratischen Mega-Kontrollen hätte man die Rekordarbeitlosigkeit am Bau nicht in den Griff bekommen", erklärte Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Baugewerbe. Jetzt sei der Weg frei, mit intelligenten, fiskalpolitischen Lösungen, die Ursachen der Arbeitslosigkeit, nämlich die Kostenschere zwischen Pfuscherlohn und regulärem Entgelt zu verringern. ****

Ein Mitte Februar vorgelegter Richtlinienentwurf der EU-Kommission bietet dazu die ideale Gelegenheit. Sie erlaubt es den Mitgliedstaaten, während einer dreijährigen Probezeit den Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Dienstleistungen zu senken. Neben bestimmten ökologischen Leistungen und lokalen Pflegediensten könnte auch der Massivhausbau durch den Baumeister in den Genuß des ermäßigten Steuersatzes kommen, denn er erfüllt alle Voraussetzungen, die von der Kommission gefordert werden: die Dienstleistung ist arbeitsintensiv, wird direkt am Endverbraucher erbracht, hat überwiegend lokalen Charakter und ruft keine Wettbewerbsverzerrungen auf europäischer Ebene hervor. Eine Halbierung des österreichischen Mehrwertsteuersatzes für Handwerksarbeiten am Bau würde laut WIFO den Pfusch um ein Drittel eindämmen und 11.000 neue Arbeitsplätze schaffen. "Es liegt nun an der österreichischen Regierung, sich in Brüssel für die österreichischen Häuslbauer stark zu machen", so Lahofer.

Weiters appelliert der Bundesinnungsmeister an Finanzminister Edlinger, endlich seiner Verpflichtung nachzukommen und von den Ländern ein Kontrollsystem für die Verwendung der Wohnbauförderungszuschüße in der Höhe von 24,5 Mrd S zu verlangen. Die Wohnbauförderung soll in Zukunft nur dann gewährt werden, wenn Rechnungen von Professionisten vorliegen. Dann besteht kein Anreiz mehr, Pfuscher anzuheuern. "Auch wenn nur die Hälfte der Wohnbauleistung von 32 Mrd Schilling an offizielle Rechnungen gebunden ist, könnten jährlich knapp 30.000 neue Arbeitsplätze am Bau geschaffen werden".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Manfred Katzenschlager
Tel: 7183737

Bundesinnung der Baugewerbe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/SCHLUß