Österreich und Kuba unterzeichnen Kooperationsabkommen

WKÖ-Präsident Maderthaner empfängt kubanischen Vizeminister Malmierca - Österreichs Lieferpalette nach Kuba wird breiter

Wien (PWK) - Mit dem Ziel, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Kuba auszubauen und Firmen-Kooperationen zu forcieren, unterzeichneten der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Leopold Maderthaner und der kubanische Vizeminister Rodrigo Malmierca heute, Donnerstag, ein Kooperationsabkommen. Malmierca, der mit einer Delegation kubanischer Experten ins Haus der Wirtschaft in Wien gekommen ist, stellte anschließend österreichischen Firmen im Rahmen der österreichisch-kubanischen Gemischten Kommission in einem Länderseminar die neuen wirtschaftspolitischen Leitlinien und veränderten Wirtschaftsstrukturen Kubas dar. ****

Malmierca berichtete, daß es mit Kubas Wirtschaft wieder bergauf geht. Nach einem jahrelangen Sinken des BIP steigt dieses nun bereits seit 1994 kontinuierlich um durchschnittlich drei Prozent an, wobei der Tourismus den Hauptkonjunkturmotor darstellt. "Es findet eine Änderung der gesamten Außenwirtschaftsstruktur Kubas statt, die durch eine Anpassung an die freie Marktwirtschaft eine starke Expansion des Außenhandels ermöglichen soll und wird", so Malmierca. Als die wichtigsten Veränderungen zählte Malmierca die Öffnung für Auslandsinvestitionen auf, das Ende des staatlichen Außenhandelsmonopols, die Etablierung eines internationalen Bankensektors sowie die Restrukturierung des öffentlichen Sektors.

Neben dem Kooperationsabkommen ist auch bereits ein Investitionsschutzabkommen zwischen Österreich und Kuba ausgearbeitet, das garantieren soll, daß Geschäfte, mit denen Investitionen verbunden sind, auch abgesichert sind. "Aufgrund der relativ großen Finanzknappheit Kubas sind die Wirtschaftsbeziehungen mit diesem Land stark von Einzelgeschäften geprägt. Dies gilt auch für Österreichs Außenhandel mit Kuba, der sich folglich auf sehr niedrigem Niveau befindet und hohen Schwankungen unterliegt", erklärt Österreichs Handelsdelegierter in Mexiko, Walter Koren, der u.a. auch Kuba betreut. Sobald die Finanzierung von Geschäften mit Kuba gesichert ist, wird der Außenhandel zweifellos in Kürze auf ein entsprechend höheres Niveau anspringen.

"Die Lieferpalette wird bereits immer breiter und reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Reifen und Schläuche, Papier und Pappe über Baumaterialien, Waren aus mineralischen Stoffen bis hin zu Meß-und Prüfgeräten sowie Maschinen", bemerkt Koren. Importseitig gelangen vor allem Frucht- und Gemüsesäfte, Zigarren und Meerestiere nach Österreich, 1998 im Wert von nur einigen Millionen Schilling.

Geschäftsmöglichkeiten gibt es in Kuba vor allem im industriellen Bereich, wo österreichisches Know-how sehr gefragt ist. Vielversprechende Projekte laufen derzeit in der Metall- und Kunststoffverarbeitung. "Auch bei Infrastrukturprojekten im Energie-und Umweltbereich sowie beim Ausbau des Flughafen Havanna sind österreichische Firmen involviert", so Koren.

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