Weninger: Bessere Verkehrsverbindungen zwischen Wien und Niederösterreich

U-Bahn-Verlängerung und alternative Führung der Wiener Linien

St. Pölten, (SPI) - "Der heutige gemeinsame Antrag von ÖVP und SPÖ im NÖ Landtag betreffend der Prüfung einer Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linien in das Umland Niederösterreich ist ein wichtiger Schritt, dem jedoch raschest weitere folgen müssen. Wichtige Maßnahmen waren beispielsweise die auf Initiative der SPÖ durchgeführte Ankauf von neuen Doppelstockwaggons aus den zweckgebundenen Mitteln der Mineralölsteuer. Positiv zu vermerken sind weiters der Ausbau der Flughafenschnellbahn sowie die Modernisierung der Badener Bahn, wobei bei letzterem Vorhaben sicher noch weitere Maßnahmen notwendig sind. Neben diesen Maßnahmen sollte in Hinkunft auch über weitere Formen nachgedacht werden, die eine bessere Anbindung der beiden Bundesländer und eine Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs ermöglichen. Eine solche bestünde etwa in der Zusammenführung der Badener-Bahn und der S 7 mit der U-Bahn sowie eine Abschwächung des Tarifsprungs an der Zonengrenze zwischen Wien und dem Wiener Umland", stellt der Mödlinger SP-Landtagsabgeordnete Hannes Weninger im Vorfeld der heutigen Landtagssitzung fest.*****

Eine in der Region um Wien seit langem erhobene Forderung ist die Verlängerung der Wiener U-Bahn-Linien in das nähere Umland. Bereits diskutierte Vorschläge, wie die oberirdische Weiterführung von U-Bahn-Linien, die Führung von sogenannten "Tram-Trains" sowie die Adaptierung und direkte Anbindung vorhandener Bahnstrecken - wie beispielsweise die Badener Bahn - an das U-Bahn-Netz sollen deshalb von der NÖ Landesregierung auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden. Die Weiterführung Wiener U-Bahn-Linien könnte durchaus auch oberirdisch erfolgen, was Errichtungskosten spart und damit eine rasche Realisierung wahrscheinlicher macht. Eine Zusammenführung der Badener Bahn mit der U-Bahn - beispielsweise mit einer Einbindung der Badener-Bahn in das U-Bahn-Netz bei Siebenhirten - würde eine weitere Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel und damit eine große Steigerung der Attraktivität für die Pendler bringen.

"Dringend einzufordern ist in diesem Zusammenhang jedoch die Aufnahme von Gesprächen zwischen den betroffenen Bundesländern einerseits und zwischen Niederösterreich und dem Bund andererseits. Die Kosten für diese Vorhaben übersteigen die finanzielle Leistungsfähigkeit von Niederösterreich bei weitem. Daher sind einerseits entsprechende Beteiligungen des Bundes und der Nachbarbundesländer abzuklären, andererseits muß über alternative Finanzierungsmethoden nachgedacht werden", so Abg. Weninger. "Es geht um Pendlerinnen und Pendler, die mangels geeigneter Verkehrsinfrastruktur Tag für Tag wertvolle Arbeits- und Freizeit im Stau, im Warten auf den nächsten Anschluß oder im Schritttempo auf der Autobahn opfern müssen. Nicht nur die Pendler und Bewohner der Region sehen ihre Lebensqualität akut gefährdet, sondern auch die Wirtschaft sieht das tägliche Verkehrschaos zunehmend als Standortnachteil", Weninger.

"Das ewige "Gesundbeten" der Verkehrssituation im Wiener Umland durch die niederösterreichische ÖVP hat nun offensichtlich ein Ende. Die Verkehrsoffensive der NÖ Sozialdemokraten, im Herbst des Vorjahres von Landesparteivorsitzenden Minister Mag. Karl Schlögl und dem SP-Landtagsklub gestartet, zeigt erste positive Auswirkungen. Nicht nur das viele wichtige - leider noch nicht alle - Forderungen der Sozialdemokraten im neuen Bundesstraßengesetz von Wirtschaftsminister Johannes Farnleitner Aufnahme gefunden haben, auch auf Landesebene konnte die ÖVP davon überzeugt werden, daß hinsichtlich der Verkehrssituation - der täglichen "Verkehrshölle" im Wiener Umland -Maßnahmen gesetzt werden müssen", so Weninger abschließend. (Schluß) fa

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