Land NÖ aktiv gegen den Drogenmißbrauch

Prokop: Kriseninterventionszentren und Streetworker

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich setzt neue Maßnahmen im Kampf gegen den Drogenmißbrauch: "Wir werden in allen fünf Regionen des Landes Streetworker einsetzen. Sie werden bei Veranstaltungen wie Raves und Konzerten, aber auch in Jugendzentren und Discos Jugendliche über Drogen aufklären. Für Krisenfälle, also nach dem Konsum von Drogen, wird es sogenannte ‚Kriseninterventionszentren‘ geben, die in den psychiatrischen Abteilungen der Krankenhäuser eingerichtet werden", erklärte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Die ersten Streetworker würden noch vor dem Sommer im Waldviertel und im Raum St.Pölten eingesetzt.

In den Kriseninterventionszentren wird eine Telefon-Hotline installiert. Außerdem wird ein Experten-Team aus Ärzten, Psychologen und Sozialarbeitern rund um die Uhr erreichbar und mobil sein. "Dieses Team kommt wie ein ‚Notarztwagen‘ auch ins Haus", erläutert Prokop. Das erste Kriseninterventionszentrum werde bis Jahresende im Landeskrankenhaus Maria Gugging in Klosterneuburg entstehen. Im nächsten Jahr sollen Hollabrunn und Mauer folgen. Außerdem werde vom NÖ Drogenkoordinator Dr. Gerald Bachinger bis Jahresende ein Anti-Drogenkonzept erarbeitet, das alle notwendigen Initiativen des Landes zur Sucht-Vorbeugung, zur Beratung und zur Behandlung beinhalten wird. Das Konzept werde auch Rezepte gegen den Alkohol-und Medikamentenmißbrauch enthalten. Prokop: "Immerhin kommen auf einen Abhängigen von illegalen Drogen rund 20 Alkoholkranke." Das Drogenkonzept stehe unter dem Motto "Vorbeugung ist besser als heilen, heilen ist besser als strafen". Prokop erteilt somit sowohl allen Befürwortern einer Freigabe von "leichten Drogen" als auch den "Scharfmachern", die für eine strafgerichtliche Verfolgung der Erstkonsumenten sind, eine Absage.

Das Budget des Landes für die Suchtvorbeugung, die Drogenberatung und die Therapie beträgt heuer 33 Millionen Schilling, das sind um 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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