Schwarzarbeitgeber: Sieg auf ganzer Linie

GPA-Sallmutter besteht auf Anti-Pfusch-Gesetz

Wien (GPA/ÖGB). Mit Empörung reagierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten auf die Nachricht, Wirtschaftskammer und ÖVP hätten die Regierungsvorlage zur Verschärfung der Bestimmungen gegen Schwarzarbeit und für bessere Kontroll- und Durchgriffsmöglichkeiten der Behörde gegen Schwarzarbeitgeber zu Fall gebracht. "Damit haben sich offensichtlich wieder einmal die Schwarzarbeitgeber durchgesetzt", stellte Sallmutter am Rande der heutigen Tagung des Zentralvorstandes seiner Gewerkschaft fest. ++++

"Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren", so der GPA-Vorsitzende, "dass die ÖVP angesichts der bevorstehenden Wahlen ihre verlorene Wirtschaftskompetenz krampfhaft durch Wirtschaftspopulismus ersetzen möchte. Dabei übersehen Khol und Stummvoll aber offensichtlich, dass sie sich mit dieser
Entscheidung nicht nur gegen die Budgetkonsolidierung wenden, sondern auch gegen Zehntausende ehrliche Unternehmer und Wirtschaftstreibende, die ihrer Steuer- und Abgabenpflicht redlich nachkommen".

Die GPA erwarte sich, so Sallmutter vor dem Zentralvorstand, von der Bundesregierung und dem Nationalrat eine vernünftige Entscheidung, um Schwarzarbeit zukünftig wirksam, und das
bedeutet: an der Wurzel, bekämpfen zu können. Solange jährlich durch Schwarzarbeit je nach Schätzung zwischen 50 und 90 Mrd. Schilling Wertschöpfung der Steuer- und Abgabenpflicht entzogen wird, handelt es sich hier um kein "Kavaliersdelikt", das man
unter den Tisch kehren könne. Denn die unselbständig Beschäftigten können nicht einsehen, dass sie bei den kleinsten Steuervergehen empfindlich gestraft werden, während die Schwarzarbeitgeber quasi öffentlich und ungesühnt ihre Beitrags- und Steuerpflicht umgehen können. Sallmutter versicherte der Sozialministerin Hostasch die volle Unterstützung der Gewerkschaften beim Kampf gegen die Schwarzarbeit.

ÖGB, 29. April 1999 Nr. 189

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

MMag. Petri Franko
Tel. (01) 313 93/215 DW

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB