FERRERO-WALDNER: "Blindheit als Hemmschuh zur Entwicklung"

Bundespräsident unterstützt Initiative gegen Blindheit

Anläßlich einer gemeinsam mit der Christoffel-Blindenmission abgehaltenen Pressekonferenz sagte Staatssekretärin Benita FERRERO-WALDNER heute, daß der Kampf gegen Blindheit ihr nicht nur persönlich sehr am Herzen liegt, sondern auch für das Außenministerium wichtig ist. Die Staatssekretärin sieht den Zusammenhang zwischen Außenpolitik und der Christoffel-Blindenmission darin, daß Blindheit gerade in Entwicklungsländer ein mit viel Leid verbundener Hemmschuh für die Entwicklung ist. "Blindheit hindert nicht nur Tausende daran, sich persönlich aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft zu betätigen, sie verlangt auch Ressourcen - medizinische und familiäre Betreuung, Heime, etc.,
sie nimmt den Familien der Betroffenen oft die Kraft und die Möglichkeit, das eigene Schicksal zu verbessern", so FERREO-WALDNER.

Für die Staatssekretärin ist der Kampf gegen Blindheit daher auch ein entwicklungspolitisches Ziel, das im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit auch gefördert werden muß. "Wir haben mit der Christoffel-Blindenmission vereinbart, daß wir in Schwerpunktländern der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - etwa Uganda und Äthiopien - verstärkt zusammenarbeiten. Daher unterstütze ich, wie gesagt, ganz persönlich, aber auch im Rahmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - die
Initiative gegen Blindheit der Christoffel-Blindenmission", so FERRERO-WALDNER

Die Staatssekretärin verwies bei dieser Gelegenheit auch
darauf, daß sie 1996 ein Ko-Finanzierungsprogramm für Entwicklungsprojekte eingerichtet hat, das unbürokratisch Zuschüsse zu privat aufgebrachten Mitteln leistet. Die Christoffel-Blindenmission hat im Rahmen dieses Programmes erfolgreich Projekte durchgeführt, und gezeigt, wie sich private Initiative mit staatlicher Unterstützung in sinnvoller Weise verbinden läßt - und zwar so, daß dabei den Menschen geholfen wird. "In diesem Zusammenhang hoffe ich, daß auch meine Forderung nach Steuerabsetzbarkeit von Spendengeldern bald zu konkreten Schritten führt. Die Christoffel-Blindenmission wird vor allem von der Unterstützung der Österreicherinnen und Österreicher getragen, und diese Unterstützung soll honoriert werden.", so FERRERO-WALDNER.

Abschließend verlaß die Staatssekretärin die nachstehenden, von Bundespräsident Klestil an die "Initiative gegen Blindheit" gerichteten, Grußworte:

Das Augenlicht zu verlieren, gehört wohl zu den schlimmsten Schicksalsschlägen, die einen Menschen treffen können. Nach dem heutigen Stand der Medizin könnte durch wirksame Behandlungen und gezielte Vorbeugungsmaßnahmen weltweit einem großen Teil aller von diesem Schicksal Betroffenen geholfen werden - wenn ihnen diese medizinischen Möglichkeiten zugänglich wären.

In den Armutsgebieten unserer Erde ist dies leider nicht der Fall. Es fehlt an einem in Europa selbstverständlichen flächendeckenden Gesundheitswesen, es fehlen Ärzte und genügend ausgebildete Menschen, die pflegerische Hilfe leisten, und es
fehlt vor allem an den finanziellen Mitteln, um alles das organisieren und sich leisten zu können.

Die Weltgesundheitsorganisation hat deshalb zu einer
umfassenden Initiative aufgerufen, um vermeidbare Blindheit wirkungsvoll zu bekämpfen. Sehr gerne habe ich die
Schirmherrschaft über die im Rahmen der WHO-Kampagne tätige "Österreichische Initiative gegen Blindheit" übernommen und bitte die Österreicherinnen und Österreicher, sich an dieser gut organisierten internationalen Aktion tatkräftig zu beteiligen

Ein herzliches Dankeschön sage ich der "Christoffel Blindenmission", die seit vielen Jahren Entwicklungshilfe und
Dienst an Blinden und Behinderten erfolgreich miteinander
verbindet und diese weltweite Initiative in Österreich
organisiert. Ebenso herzlich danke ich jetzt schon allen Österreicherinnen und Österreichern, die nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" dazu beitragen werden, dem "Recht auf Sehen" zum Durchbruch zu verhelfen!

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