Gemeinsam Augenlicht retten

Österreichische Initiative gegen Blindheit

Wien (OTS) - Heute wurde in Wien die "ÖsterreichischE Initiative gegen Blindheit" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil vorgestellt: 45 Millionen Menschen sind blind. 90 % davon leben in den ärmsten Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Bei 80 % aller blinden Menschen dieser Erde könnte Blindheit mit einfachen Mitteln verhütet oder geheilt werden, wenn die finanziellen, sozialpolitischen und medizinischen Rahmenbedingungen geschaffen wären. Die Zahl der Blinden steigt in den Armutsgebieten dieser Erde jedoch rapide an. Zu Lösung dieses Problems, mit dem Millionen tragische Menschenschicksale verbunden sind, soll Österreich nun einen entscheidenden Beitrag leisten.

"Die Bekämpfung von Blindheit ist ein gutes Beispiel für konkrete Hilfe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit," sagt Staatssekretärin Dr. Benita Ferrero-Waldner. "Wir können davon ausgehen, daß in Österreich niemand blind sein muß, wenn ihm aus medizinischer Sicht geholfen werden kann. Daher sehen wir es als Verpflichtung, den blinden Menschen in den Armutsgebieten dieser Erde beizustehen. Die österreichische Bundesregierung unterstützt daher in drei Projekten die ausgezeichnete Arbeit der Christoffel-Blindenmission aus Mitteln der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Wir planen, in Zukunft der Blindheitsverhütung einen größeren Stellenwert einzuräumen."

"Nach Schätzungen der WHO wird sich die Zahl blinder Menschen bis zum Jahr 2020 fast verdoppeln," skizziert Dr. Daniel Etya'alé, Augenarzt aus Kamerun und Vertreter der Weltgesundheits -organisation WHO, den erschreckenden Trend. "Die häufigsten Blindheitsursachen sind Grauer Star, Trachom, Flußblindheit sowie Kinderblindheit durch Vitamin-A-Mangel. Blindheit bedeutet in Ländern der ,Dritten Welt' meist soziale Ausgrenzung und großes Elend, häufig sogar verfrühten Tod. Die WHO hat die Bekämpfung von Blindheit daher zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte erklärt", betont Etya'alè. Mit der Kampagne "VISION 2020 - The Right to Sight", soll sichergestellt werden, daß bis zum Jahr 2020 weltweit niemand mehr blind sein muß, dem medizinisch geholfen werden kann. Etya'alé begrüßt die Initiative Österreichs, an diesem großen Ziel tatkräftig mitzuwirken.

Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer der Christoffel-Blindenmission (CBM), die sich seit 90 Jahren um Blindheitsbekämpfung in der ,Dritten Welt' bemüht: "Alle fünf Sekunden erblindet ein Mensch in der ,Dritten Welt'. Auch wenn sich diese menschlichen Tragödien nicht in den tages-politischen Schlagzeilen wiederfinden, so gehen sie uns aber alle etwas an: Denn jeder von uns kann einen Beitrag leisten, Augenlicht zu retten." Die Christoffel-Blindenmission zeigt in Modellprojekten, wie mit geringen Mitteln effizient Blindheit verhütet bzw. geheilt werden kann. Im Rahmen der WHO-Kampagne soll die "Österreichische Initiative gegen Blindheit" ihren Anteil dazu leisten, um die zu Blindheit führenden Krankheiten nachhaltig zu bekämpfen.

Eine Reihe herausragender österreichischer Persönlichkeiten wie Prof. DDr. Karl Fellinger, Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer, Prof. Paul Flora, Kardinal Dr. Franz König, Prof. Elfriede Ott, Dr. Hugo Portisch, Karl Schranz sowie der evangelische Bischof Mag. Herwig Sturm haben sich zu einem Unterstützungskomitee formiert.

Einer der Unterstützer, Kammerschauspieler Prof. Fritz Muliar fand sehr persönliche Worte: "Wie schnell gibt man 350,- Schilling aus -oft unbedacht für eine Kleinig-keit. Mit diesem Betrag kann einem Menschen das Augenlicht durch eine Operation am Grauen Star geschenkt werden." Sein Appell: "Bitte schauen Sie nicht weg, helfen Sie mit, Menschen vor Blindheit zu bewahren."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/586 77 32Christoffel-Blindenmission
bzw. Bildmaterial: Mag. Rupert Roniger,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS