ots-Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG <AT0000911805> Ergebnisse

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Flughafen Wien-Gruppe Bilanz und
Jahresergebnisse 1998 Die börsennotierte Flughafen Wien AG blickt auf das beste Geschäftsjahr seit Bestehen des Unternehmens zurück. Die Vorstandsdirektoren, KommR Dr. Gerhard Kastelic und Dr. Franz Kotrba, haben die erfreulichen Ergebnisse des Jahres 1998 der Flughafen Wien-Gruppe im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz in Wien bekanntgegeben.

1998 1997 Veränderung
Mio ATS/EUR in Mio ATS/EUR 1998/97 in % Umsatz 4.355/316 4.072/296 +7,0 Betriebsleistung 4.407/320 4.134/300 +6,6 Betriebserfolg
(EBIT) 902/ 66 771/ 56 +17,0
EGT 1.051/ 76 917/ 67 +14,6 Jahresüberschuß 710/ 52 618/ 45 +14,8
Cash Earnings 1.369/ 99 1.263/ 92 +8,3
(Cash flow aus dem Ergebnis)
Passagiere (in Mio.) 10,6 9,7 +9,3
dav. Transfer-
passagiere 1.391.352 1.033.313 +34,6 Flugbewegungen 165.242 156.747 +5,4 Höchstabfluggewicht
(in 1000 to) 4.684 4.456 +5,1
Fracht (in 1000 to) 150,1 148,7 +1,0

DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE DER FLUGHAFEN WIEN-GRUPPE IM ÜBERBLICK:

- Der Aviation-Umsatz stieg aufgrund der ausgezeichneten Verkehrsentwicklung um 6,5 Prozent auf ATS 3,1 Mrd (EUR 226 Mio). Die

Non-Aviation-Erträge sind mit 8,2 Prozent auf ATS 1,2 Mrd (EUR 90 Mio) noch stärker gestiegen.

- Die Betriebsleistung stieg im Berichtsjahr um 6,6 Prozent auf ATS 4,4 Mrd (EUR 320 Mio)

- Aufgrund der enormen Steigerung der Produktivität - fast 8 Prozent mehr Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter - und des moderaten Anstiegs der Betriebsaufwendungen konnte der Betriebserfolg (Earnings before interest and taxes = EBIT) im Berichtsjahr um 17 Prozent auf ATS 902 Mio (EUR 66 Mio) verbessert werden.

- Die EBIT-Margin stieg von 18,7 auf 20,5 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 14,6 Prozent auf ATS 1.051 Mio (EUR 76 Mio). - Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuß von ATS 710 Mio (EUR 52 Mio), der um 14,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegt.

- Die Investitionen in das Sachanlagevermögen waren aufgrund der Verschiebung der Investition "Verbesserung Pistensystem 16/34" gering. Sie betrugen ATS 339 Mio (EUR 25 Mio).

FINANZERGEBNISSE IM DETAIL

Der Umsatz der Flughafen Wien-Gruppe stieg um 7 Prozent auf ATS 4,4 Mrd (EUR 316 Mio). Der Aviation-Umsatz wuchs dabei um 6,5 Prozent auf ATS 3,1 Mrd (EUR 226 Mio).

Der Non-Aviation-Umsatz verzeichnete einen Zuwachs von 8,2 Prozent auf ATS 1,2 Mrd (EUR 90 Mio), bedingt durch gute Umsätze beim Shopping und der Parkierung sowie bei den Sicherheitsdienstleistungen. Die Betriebsaufwendungen sind nur um 4,2 Prozent auf ATS 3,5 Mrd (EUR 255 Mio) gestiegen.

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen stagnierten, was auf den Rückgang des Materialverbrauchs - insbesondere durch den Wegfall des Werftbetriebes und geringere Verbräuche von Enteisungsmitteln -zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen sind - bei einem Anstieg des Personalstandes um 1,8 Prozent (hauptsächlich VIAS) - um 3,9 Prozent auf ATS 1,7 Mrd (EUR 123 Mio) gestiegen. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf stieg geringer als die Kollektivvertragsabschlüsse, was im wesentlichen auf das 1997 begonnene "Golden Handshake"-Programm zurückzuführen ist, das deshalb 1998 fortgesetzt wurde.

Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf ATS 640 Mio (EUR 47 Mio). Der Rückgang ist auf das geringe Investitionsvolumen, das unter dem Abschreibungswert lag, zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 17,9 Prozent auf ATS 577 Mio (EUR 42 Mio), wobei sich die Ausgaben für Instandhaltungen aufgrund von Verpflichtungen zur Behebung von Gebäudeschäden, Fremd- und Beratungskosten (SAP-Einführung, Masterplan 2015) sowie für Werbung und PR erhöht haben.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte um 14,6 Prozent auf ATS 1.051 Mio (EUR 76 Mio) verbessert werden. Nach Abzug der Steuern, die im Berichtsjahr um 13,9 Prozent auf ATS 341 Mio (EUR 25 Mio) gestiegen sind, ergibt sich ein Jahresüberschuß von ATS 710 Mio (EUR 52 Mio), der um 14,8 Prozent über dem Vorjahr liegt. Nach Zuführung der Gewinnrücklagen in der Höhe von ATS 315 Mio (EUR 23 Mio) und unter Einschluß des Gewinnvortrages von ATS 25 Mio (EUR 2 Mio) ergibt sich für die Flughafen Wien-Gruppe ein Bilanzgewinn von ATS 420 Mio (EUR 31 Mio). Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, daß vom Bilanzgewinn eine Dividende von 8 Prozent zuzüglich eines Bonus von 12 Prozent auf das Grundkapital von ATS 2,1 Mrd -das sind ATS 420 Mio (EUR 31 Mio) - ausgeschüttet wird.

BILANZ

Die Konzernbilanz der Flughafen Wien Gruppe weist für 1998 einen Anstieg der Bilanzsumme um ATS 491 Mio (EUR 36 Mio) auf ATS 10,1 Mrd (EUR 731 Mio) aus. Das Eigenkapital stieg um 5,2 Prozent auf ATS 7,5 Mrd (EUR 549 Mio).

Das Anlagevermögen verzeichnete einen Rückgang um ATS 297 Mio (EUR 22 Mio) auf ATS 6,9 Mrd (EUR 498 Mio). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich aufgrund der geringen Investitionstätigkeit (ATS 339 Mio; EUR 25 Mio) um 7 Prozentpunkte auf 68 Prozent. Das Umlaufvermögen ist aufgrund des Operativen Cash flow und der geringen Investitionen um ATS 788 Mio (EUR 57 Mio) auf ATS 3,2 Mrd (EUR 232 Mio) gestiegen und erreichte damit 32 Prozent der Bilanzsumme.

VERKEHRSERGEBNISSE

Die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien lag 1998 deutlich über den Erwartungen. Das Passagierwachstum fiel mit 9,3 Prozent besonders eindrucksvoll aus. Starts und Landungen (Flugbewegungen) nahmen um 5,4 Prozent zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) ging mit einem Plus von 5,1 Prozent damit fast konform.

PASSAGIERE

Insgesamt konnten 10,6 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Davon ist schon jeder achte ein Transferpassagier. Nach einem Plus von 17,1 Prozent im Jahr 1997 stieg die Anzahl der Transferpassagiere im Jahr 1998 nochmals um 34,6 Prozent an. Die Entwicklung der beiden Jahre zeigt, daß die Strategie, den Flughafen Wien gemeinsam mit der Austrian Airlines Aviation Group als Umsteigeflughafen ("Hub") zu profilieren, gegriffen hat.

FLUGBEWEGUNGEN

Über den Erwartungen lag auch das Wachstum der Flugbewegungen. Starts und Landungen nahmen im Vorjahr um 5,4 Prozent auf 165.000 zu. Für die Fluggesellschaften hat sich damit die Auslastung nochmals verbessert. Sie stieg im Linienverkehr um 2,5 Prozentpunkte auf 62,8 Prozent.

HÖCHSTABFLUGGEWICHT

Das Wachstum des Höchstabfluggewichtes (Maximum Take-off Weight) lag mit 5,1 Prozent nur geringfügig unter jenem der Flugbewegungen. Damit wurde erstmals der seit dem Jahr 1990 bestehende Trend zu immer kleiner werdenden Flugzeugen gestoppt.

GERINGES PLUS BEI DER FRACHT

Der durch die Wirtschaftskrisen in Asien und den GUS-Staaten erwartete Rückgang des 1997 stark gewachsenen Frachtaufkommens ist nicht eingetreten. Allerdings gab es nur ein geringes Wachstum von 1 Prozent auf 150.000 Tonnen.

Ende der Mitteilung

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