ARBÖ: Spritpreis - Erste Annäherung an EU-Durchschnitt gelungen

Zeitplan für zweiten Schritt ist noch ausständig

Wien (ARBÖ) - Der erste Schritt der vom ARBÖ geforderten Annäherung des österreichischen Nettopreisniveaus bei Treibstoffen in zwei Schritten - einen sofort, einen weiteren im Rahmen eines zielorientierten Maßnahmenplans - kann zum gegebenen Zeitpunkt als erreicht angesehen werden.

"Ausständig ist nach wie vor ein Zeitplan, mit dem die Mineralölwirtschaft die nächsten Maßnahmen zur Erreichung des Ziels - österreichische Nettopreise auf EU-Durchschnittsniveau -konkretisiert", erinnert Mag. Elisabeth Brugger-Brandau, volkswirtschaftliche Expertin des ARBÖ.

Anläßlich des Gipfelgespräches zwischen dem Fachverband der Erdölindustrie, der Arbeiterkammer und den Kraftfahrer-organisationen zur Treibstoffpreissituation am 7. April 1998 erklärte sich die Mineralölwirtschaft erstmals bereit, die EU-Nettopreisvergleiche zu analysieren und gab eine - wenn auch zeitlich unbestimmte - Zusage einer Annäherung der österreichischen Nettopreise an das Nettopreisniveau im EU-Durchschnitt bzw. an das unseres Nachbarlandes Deutschland.

Die Nettopreise haben sich, bis auf einen kleinen Schritt während der Sommermonate, vorerst bis zum März 1999 nicht an den EU-Durchschnitt angenähert. "Erst durch den Druck der mittels parlamentarischer Initiative geschaffenen Möglichkeit einer sofortigen Preisregelung durch den Wirtschaftsminster, kam es zu einer deutlichen Annäherung im April", analysiert die ARBÖ-Expertin.

Die Differenz zwischen österreichischem Nettopreis und EU-Durchschnitt hat sich für die Sorte Superbenzin im Vergleich April 98/März 99 nur von 87 Groschen auf 75 Groschen verringert. Unmittelbar nach den freiwilligen Preissenkungen durch die Mineralölwirtschaft betrug die Differenz nur mehr 28 Groschen (!), am 26. April - nachdem wieder Preiserhöhungen aufgrund internationaler Entwicklungen auch in Österreich angekündigt wurden - 43 Groschen.

Österreich weist damit nicht mehr den mit Abstand teuersten Superbenzin-Nettopreis aller EU-Länder auf, sondern befindet sich, nach den Niederlanden und Finnland, an dritter Stelle. Mag. Brugger-Brandau: "Für eine Annäherung an das deutsche Nettopreisniveau fehlen immer noch 49 Groschen."

Bei der Sorte Diesel ist die Differenz zwischen
österreichischem Nettopreis und EU-Durchschnitt im Vergleich April 98/März 99 von 69 auf 61 Groschen gesunken. Nach der freiwilligen Preissenkung um Ostern betrug die Differenz nur mehr 12 Groschen (!), per 26. April 35 Groschen. Die Differenz zum deutschen Nettopreis für Diesel beträgt ebenfalls 35 Groschen.

Die österreichischen Nettopreise für Diesel gehören nun nicht mehr zu den teuersten aller EU-Länder, sondern befinden sich an fünfter Stelle und daher Mittelfeld.

Die ARBÖ-Spritpreisbörse hilft den Konsumenten österreichweit, die günstigste Tankstelle ihres Bezirks zu finden. Die Preise werden täglich aktuell auf der ORF-Teletextseite 433 und im Internet über die ARBÖ-Homepage HTTP://WWW.ARBOE.AT veröffentlicht und können somit rund um die Uhr abgerufen werden.

Die aktuellen Nettopreise in den EU-Ländern
(Stand: 26. April; Angabe in ATS/Liter):

Land Super (95 Oktan) Diesel ---------------------------------------------
Belgien 2,63 2,69
Dänemark 3,22 2,85
Deutschland 2,90 2,70
Finnland 3,47 3,17
Frankreich 2,50 2,42
Griechenland 3,14 2,45
Irland 3,01 3,24
Italien 3,37 3,05
Luxemburg 3,20 2,84
Niederlande 3,52 3,23
Portugal 2,70 2,51
Schweden 3,33 3,82
Spanien 2,91 2,96
Österreich 3,39 3,05
EU-Durchschnitt 2,96 2,75

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