Rieder: "Zucker - Nein Danke" für Wiener Landtag

Blutzucker-Check im Wiener Landtag: "Auf Bedeutung von Gesundenuntersuchungen hinweisen"

Wien, (OTS) Im Rahmen des Wiener Gesundheitsförderungsprogrammes wurde am Mittwoch im Wiener
Landtag eine Aktion "Zucker - Nein Danke" durchgeführt. Dabei
wurde von der MA 15 - Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit dem Diab Care Office Vienna und der österreichischen Diabetesgesellschaft allen Mitgliedern des Landtages und der
Wiener Stadtregierung eine Gesundenuntersuchung mit dem
Schwerpunkt "Früherkennung von Diabetes mellitus" angeboten. Ziel der Aktion ist es, auf die Bedeutung von Gesundenuntersuchungen hinzuweisen und damit die Bereitschaft, solche Gesundheits-Checks
in Anspruch zu nehmen, zu steigern.

"Entscheidend für den Behandlungserfolg bei vielen
Krankheiten ist eine möglichst frühe Diagnose", betonte Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder. "Die Gesundenuntersuchung bietet die Möglichkeit, seine Gesundheit regelmäßig zu kontrollieren und im Falle einer Erkrankung rechtzeitig reagieren
zu können." Die Aktion "Zucker - Nein Danke" stellt eine Fortsetzung der im Jänner 1997 ebenfalls im Wiener Gemeinderat durchgeführten Initiative "Hand auf’s Herz" dar.

Einmal im Jahr zur Gesundenuntersuchung!

Generell können alle Östereicherinnen und Österreicher ab dem 19. Lebensjahr einmal jährlich eine Gesundenuntersuchung absolvieren. Diese Untersuchung ist gratis und kann beim Hausarzt, im Gesundheitsamt oder in den Ambulatorien der Gebietskrankenkasse gemacht werden.

Diabetes durchschnittlich sieben Jahre unentdeckt

Diabetes stellt eines der gefährlichsten Gesundheitsprobleme der Bevölkerung dar. Rund 500.000 Menschen in Österreich leiden an erhöhtem Blutzucker. Jeder dritte Betroffene merkt dies jedoch
erst dann, wenn Dauerschäden bereits nicht mehr zu vermeiden sind. Im Durchschnitt bleibt Diabetes sieben Jahre unentdeckt. Nach Entdeckung der Zuckerkrankheit und 15-jähriger Beobachtungsdauer unter strenger Behandlung ist ein Drittel der Betroffenen verstorben. 60 Prozent erleiden im selben Zeitraum schwere Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und/oder Beinamputation.

Erfolgreiches "Diab Care Office Vienna": Seit 1994 120 Ärzte für intensive Diabetes-Behandlung geschult

In Wien wurde im Jahr 1994 in Zusammenarbeit der Stadt Wien, der Ärztekammer, der Apothekerkammer und der Wiener Gebietskrankenkasse das Projekt "Diab Care Office Vienna" ins
Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, niedergelassene
Hausärzte für die Behandlung von Diabetespatienten weiterzubilden. In den Schulungen wird das medizinische Wissen über Diabetes intensiviert, genauso wie auch gelehrt wird, wie man Patienten zu einer optimalen Mitarbeit bei der bei der Behandlung von Diabetes motivieren kann. Die Ärzte geben dieses Wissen an ihre Patienten weiter und steigern damit die Lebensqualität der Betroffenen. Ebenso können Spätfolgen verhindert oder abgeschwächt werden.

Hat man sich zu Beginn vorgenommen, 50 Ärzte zu schulen, so konnten mittlerweile 120 Ärzte in das Projekt eingebunden werden. Die Ärzte, die in Wochenendseminaren in Fragen Diabetes
ausgebildet werden, bekommen die Spezialleistungen von der Wiener Gebietskrankenkasse vergütet.

Wer sollte sich auf jeden Fall untersuchen lassen

Neben den einmal pro Jahr empfohlenen Gesundenuntersuchungen sollten folgende Personengruppen auf jeden Fall eine Blutzuckeruntersuchung machen.

o Alle Frauen und Männer, die das 45. Lebensjahr überschritten

haben (zumindest jedes 3. Jahr)

Ferner ist die Untersuchung angezeigt bei jüngeren Menschen, die folgende Risikofaktoren aufweisen:

o Übergewicht (Gewicht in kg - ÄKörpergröße in cm weniger 100Ü).

Ergebnis sollte nicht über 15 sein
o Bei Diabetikern in der Verwandtschaft
o Frauen, die ein Kind mit über 4 kg Geburtsgewicht zur Welt

gebracht haben
o Bei erhöhtem Blutdruck (über 140/90)
o Bei erhöhten Blutfetten
o Wenn vorangegangene Blutzucker-Teste ein fragliches Resultat ergeben haben.
(Schluß) mmr

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Martin Ritzmaier
Tel.: 4000/81 855

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK