ALLE JAHRE WIEDER Der Fahrplan der ÖBB als logistisches Meisterwerk

Wien (öbb) Am 30.5. tritt der neue Fahrplan in Kraft. Und an eben diesem Tag ist er für die Fahrplan-Profis der ÖBB bereits Schnee von gestern. Denn sie arbeiten längst an den Vorbereitungen für den Fahrplan 2000/2001. Es ist ein Round-the-Year-Job, der höchste Anforderungen stellt. Immerhin legen die Züge der ÖBB exakt 679.658 Kilometer zurück. Und das nicht pro Jahr. Auch nicht pro Monat oder Woche, sondern an einem einzigen Tag! Daß hier Koordination und Präzision höchstes Gebot sind, liegt auf der Hand.

Kommunikation stellt die Weichen
Das Sprichwort von den Leuten, die beim Reden zusammenkommen, ist nicht nur alt, sondern auch gut, besonders bei den Arbeiten zur Fahrplanerstellung. Immerhin sind neben Personen- und Güterverkehr (jeweils Fern- und Nahbereich) auch Marketing, Produktionsplanung, Traktion und das Trassenmanagement beteiligt.

Wer übernimmt welchen Job?
Das Marketing hat den Markt sondiert und sagt, wann es welche Züge wo benötigt , um die Kunden der ÖBB bestmöglich zu bedienen. Dann sind die Produktionsplanung,-das Trassenmanagement und die Traktion gefragt. Die Produktionsplanung muß mit den zur Verfügung stehenden Waggons die Wünsche möglichst erfüllen. Das betrifft nicht nur normale Waggons, sondern auch Speise- und Schlafwagen sowie die Planung der ÖBB-Zugbegleiter.

Karlheinz Bogner, Personenverkehr Produktionsplanung: "Das ist ein absolut interaktiver Prozeß. Persönliche Kommunikation ist enorm wichtig." Damit die so gebildeten Züge auch fahren, muß die Traktion die entsprechenden Triebfahrzeuge zur Verfügung stellen. Das bedeutet manchmal Denksport in Reinkultur, immerhin wollen mit dem Personen-und dem Güterverkehr gleich zwei Bereiche bedient werden. Da will viel geplant und manchmal noch mehr verworfen werden. Werner Seczer, Traktion: "Da heißt es schon mal eine Nacht durcharbeiten."

Und damit die Züge auch unterwegs sein können, liefert das Trassenmanagament der ÖBB die dazu nötigen Trassen. Dabei wird jedem Zug gleichsam ein Platz zu einem gewissen Zeitpunkt auf der Strecke zugewiesen. Dabei geht es auch darum, das Netz möglichst gut auszulasten: Harald Hotz: "Wirtschaftlichkeit ist natürlich ganz wichtig."

Als wäre die Angelegenheit nicht schon kompliziert genug, ist auch exakte Abstimmung mit dem internationalen Verkehr vonnöten. Im Personen und besonders im Güterverkehr gibt es zahlreiche Gespräche mit den Nachbarbahnen. Heinz Fikar: "Da wir extrem marktorientiert sind, gibt es laufend Änderungen."

Vom Groben ins Feine
Sobald das erste Rohgerüst steht, beginnt der Feinschliff. Hie und da wollen Kanten geglättet und kleine Unregelmäßigkeiten beseitigt werden. Dabei ist der Computer ein wichtiger Helfer. Aber eben nur ein Helfer. Die menschliche Erfahrung ist durch den Rechner kaum zu ersetzen. Auch die allerbeste EDV kann kreative Lösungen nicht annähernd so rasch aus dem Ärmell zaubern wie der Mensch.

Die Fahrplanprofis der ÖBB in den Bereichen Personen- und Güterverkehr, Marketing, Produktionsplanung, Traktion und Trassenmanagement wissen: Nur gemeinsam sind wir stark. Das beweisen sie jedes Jahr von neuem. In Teamarbeit schaffen sie den Bestseller der ÖBB: Jedes Jahr gerne gelesen der Fahrplan der ÖBB.

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