ots Ad hoc-Service: HAWESKO Holding AG <DE0006042708> Bericht über das 1. Quartal 1999

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Konzernumsatz 76,2 Mio. DM (+ 3,7%) Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) 7,8 Mio. DM (-19,2%) Konzern-Periodenüberschuß 5,2 Mio. DM (-13,6%)

Umsatz und Ergebnis

Die Hawesko Holding AG erreichte im ersten Quartal 1999 einen Umsatz von 76,2 Mio. DM (Vorjahresquartal: 73,5 Mio. DM), dies entspricht einem Plus von 3,7%. Bei grundsätzlich stabilen Preisen ist dieser Anstieg überwiegend auf erhöhte Absatzmengen zurückzuführen. Die Umsätze der einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt: Versandhandel auf 45,0 Mio. DM (-4 %), Weinfacheinzelhandel auf 26,9 Mio. DM (+ 16%) und Großhandel 4,2 Mio. DM (+ 23%).

Bei der Umsatzentwicklung im Versandhandel ist der Rückgang auf drei Gründe zurückzuführen: Erstens auf ein außergewöhnlich starkes 1. Quartal 1998 (+ 18% gegenüber Q1 1997); zweitens auf eine kalenderbedingte Verschiebung der Werbesendungen durch die frühen Ostertage (4 Sendungen im 1. Quartal 1999 gegenüber 5 Sendungen im gleichen Zeitraum 1998); drittens auf geringere Verkäufe von Bordeaux-Weinen, die im ersten Quartal 1998 sehr gut verliefen. Bei dem Weinfacheinzelhandel (Jacques Wein- Depot) wurden vier neue Standorte eröffnet, die flächenbereinigte Umsatzentwicklung lag 9,1% über dem Vorjahresquartal. Beim Großhandel trug im wesentlichen die Auslieferung von Subskriptions-Waren (Vorbestellungen) zum Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal bei. Mit 7,8 Mio. DM lag das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern 19,2% unter dem Vorjahr. Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahresquartal aufgrund geringerer Bordeaux-Verkäufe um ca. einen Prozentpunkt im Versandhandel und im Großhandel niedriger ausgefallen. Die Personalkostenquote im Konzern blieb gegenüber dem Vorjahresquartal stabil. Im Versandhandel wurden erhöhte Aufwendungen für eine intensivierte Neukundengewinnung, Kundensegmentierung und -betreuung in Kauf genommen, deren Nutzen über das Geschäftsjahr 1999 hinaus reichen: 13% mehr Neukunden konnten gegenüber dem ersten Quartal 1998 gewonnen werden. Im Weinfacheinzelhandel blieben die Ertrags- und Kostenstrukturen gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert. Die Zinsaufwendungen reduzierten sich 1999 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 0,3 Mio. DM. Dies ist durch die Anfang 1998 getätigte Vorabausschüttung bedingt. Der Periodenüberschuß nach HGB betrug 5,2 Mio. DM gegenüber 6,1 Mio. DM im Vorjahresquartal bei einer unveränderten (fiktiven) Ertragssteuerquote von 30,7%. Nach International Accounting Standards (IAS) würde das Quartalsergebnis nach Steuern 4,3 Mio. DM betragen, die größte Abweichung zum HGB liegt in der Behandlung des Steueraufwandes.

Der Überschuß pro Aktie betrug 1,18 DM (0,60 Euro) im ersten Quartal 1999 und basiert auf einer Aktienanzahl von 4.405.496 Stück; der Vergleichswert für 1998 beträgt 1,44 DM (0,74 Euro) und basiert auf einer Aktienanzahl von 4.000.000 Stück.

Bilanz

Die Bilanzsumme verringerte sich im Konzern geringfügig um 0,8 Mio. DM gegenüber dem 31.12.1998. Der Warenbestand - abzüglich erhaltener Anzahlungen von Kunden - nahm um 4,3 Mio. DM zu, da Lieferungen von Champagner zu günstigen Vorjahres-Preisen abgenommen wurden.

Die Investitionen im 1. Quartal 1999 beliefen sich auf 0,9 Mio. DM (Vorjahresperiode:1,1 Mio. DM).

Cashflow

Der Perioden-Cashflow liegt mit 6,5 Mio. DM aufgrund des geringeren Quartalsergebnisses unter dem des Vorjahreszeitraumes (7,2 Mio. DM). Nach dem sonstigen Mittelabfluß des operativen Bereichs von 5,0 Mio. DM (8,8 Mio. DM) und den Investitionen von 0,9 Mio. DM (1,1 Mio. DM) verbleibt ein Free-Cash-Flow von 0,6 Mio. DM (Q1 1998: -2,7 Mio. DM).

Ausblick

Der Vorstand geht im Geschäftsjahr 1999 von einer 10%igen Steigerung des Umsatzes auf über 330,0 Mio. DM aus, die aus der Neukundengewinnung im Versandhandel- und Großhandelsbereich und aus der Expansion im Weinfacheinzelhandel (Jacques Wein-Depot) resultiert. Im Rahmen der verstärkten Kundensegmentierung (VIP-Kunden) wird unter separater Firma ausgewählte Kundengruppen ab dem 2. Quartal 1999 erfolgreich angesprochen. Zum Jahresende hin, im dritten bzw. vierten Quartal 1999, rechnet der Vorstand mit höheren Umsatzwachstumsraten als im ersten Quartal. Das Betriebsergebnis (EBIT) im Konzern soll sich auch im Jahresverlauf verbessern und für das Gesamtjahr 1999 bei 10% bis 11% vom Umsatz liegen (Vorjahr: 11,6% vom Umsatz). Maßnahmen im Geschäftsjahr 1999 - die Erschließung neuer Käufergruppen (Internet) und Intensivierung der Kundenbindung (Kundensegmentierung, VIP-Kundenbetreuung) - führen zwar kurzfristig zu erhöhten Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz, der Vorstand geht aber davon aus, daß sie die Marktposition des Konzerns über das Geschäftsjahr 1999 hinaus stärkt.

Herausgeber: Hawesko Holding AG

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