Dopingmittel in der Tiermast! Ist das EU-Fleisch zu 100% hormonfrei?

Das Tierhilfswerk Austria fordert auch eine 100% tige Kontrolle der EU-Produktion und eine qualifizierte Kennzeichnungspflicht nach der Tierhaltungsform.

Wien (OTS) - Laut Auskunft des Österr. Gesundheitsministeriums (Pressekonferenz von BM Mag. Barbara Prammer im Bundesministerium für Verbraucherschutz anläßlich des W.T.O. - Streites um das Importverbot von US-Hormonfleisch und den fehlenden Studien der EU.Kommission, die ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher feststellen sollen) wurden in 13% des von der U.S.A. importierten "hormonfreien" Rindfleisches in die EU Rückstände gefunden, die höher als ihr Grenzwert sind.

Renate Mayer, THWA: "Die Lebensmittelkontrolle und die Kampagnen gegen Hormonfleisch in der EU haben versagt. Der Konsument wird an der Nase herumgeführt. Die Ergebnisse der 13 EU-Studien werden einen Import auch nicht verhindern können."

Der Nachweis sämtlicher gesundheitsgefährdender Stoffe, die in der Tiermast eingesetzt werden, ist genauso schwierig, wie Leistungssportler des Dopings zu überführen. Was heute nachweisbar ist, wird morgen verboten. Die Tiere werden aber schon längst mit neuen Produkten aufgepäppelt, um Maximalleistungen zu erzielen.

Renate Mayer: "Wer draufzahlt sind nicht nur die Konsumenten, sondern besonders die Tiere. Der Verbraucher kann sich seine Produkte im Supermarkt der Wohlstandsgesellschaft aussuchen, die Kuh sich das ihr vorgesetzte Futter aber nicht."

Leistungsförderer in der Tiermast (Hormone, Antibiotika) stören das Wohlbefinden und die Gesundheit der Masttiere. Diese werden zu degenerierten Produktionsmaschinen herangezüchtet, um durch maximale Leistung mit minimalen Arbeitseinsatz den maximalen Gewinn zu erzielen. Die Folgemaßnahmen: Milliarden Schillinge müssen für die Tierseuchenbekämpfung ausgegeben werden - auch in der EU !

Renate Mayer: "Der Hut brennt! Die Aufklärungsarbeit zum Schutz der Verbraucher muß endlich auch von Regierungsseite in die Praxis umgesetzt werden. Produkte aus tierfreundlicher Landwirtschaft sollen gefördert und Initiativen für die Kennzeichnungspflicht nach der Tierhaltungsform sollen Fuß fassen. Nötigenfalls kann die Verpackungsindustrie ihren Erfindungsgeist auspacken, um EU-Qualitätsprodukte für alle Verbraucher gut sichtbar zu machen."

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