"Pille danach" für Vergewaltigungsopfer: Küng widerspricht Krenn - Küng: "Uns steht es nicht zu, diese Frauen moralisch zu beurteilen." -

Vorausmeldung zu News Nr. 17/28.4.99

Wien (OTS) - In einem Inteview mit dem morgen erscheinenden Nachrichtenmagazin News geht der konservative Vorarlberger Bischof Klaus Küng auf Distanz zu seinem niederösterreichischen Amtskollegen Kurt Krenn. Dieser hatte in einem News-Interview in der Vorwoche die "Pille danach" für vergewaltigte Frauen im Kosovo strikt abgelehnt. Küng, selbst Arzt: "Ich persönlich würde nie eine Abtreibung durchführen und auch keine Pillen verteilen. Uns steht es aber nicht zu, das Verhalten von Frauen moralisch zu beurteilen, die auf derart brutale Weise erniedrigt worden sind. Es ist unsere Aufgabe, den Menschen zu helfen, nicht zu verunsichern."

Schützenhilfe bekommt Krenn nur von Bischof Andreas Laun. Betroffenen Frauen müsse auf andere Art und Weise geholfen werden. Launs therapeutischer Vorschlag: "Ich würde diesen Frauen den Blick für den Wert des Menschlichen öffnen. Das moralische Verhalten des Täters ist ja nicht vererbbar. Diese Frauen werden vom Trauma durch ihre Entscheidung für das Leben und für Gott erlöst."

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