51 Prozent der NÖ Sechsjährigen sind kariesfrei

Votruba: Ziel der Weltgesundheitsorganisation erreicht

St.Pölten (NLK) - 51 Prozent der niederösterreichischen Sechsjährigen in jenen Kindergärten, die Kariesprophylaxe durchführen, sind kariesfrei. Das ist das Ergebnis der neuesten Zählungen, die gemeinsam mit der Ärztekammer für Niederösterreich und der NÖ Dentistenkammer in den Kindergärten durchgeführt wurde. Damit ist auch das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreicht, die bis zum Jahr 2000 50 Prozent aller Sechsjährigen kariesfrei haben will.

"Die Teamarbeit zwischen Kindergärtnerinnen, Assistentinnen, Eltern und Zahnärzten ist wirklich vorbildlich. So hat Karies keine Chance", meinte dazu die für das Kindergartenwesen in Niederösterreich zuständige Landesrätin Traude Votruba. Sie wies besonders auf die zehnjährige Arbeit auf diesem Gebiet in den niederösterreichischen Kindergärten hin. Denn 1989 begann das Kariesprophylaxeprogramm als gemeinsame Aktion der NÖ Landesregierung, also der Landessanitätsdirektion und des Kindergartenreferates, der Ärztekammer für Niederösterreich und der Österreichischen Dentistenkammer. Ursprünglich waren 66 Kindergärten an dieser vom Land Niederösterreich finanzierten Aktion beteiligt. 1991 waren bereits 128 Kindergärten als Teilnehmer gemeldet, und der erste Kurs für "Zahngesundheitserzieher" in Hollabrunn mit Kindergärtnerinnen, Pädagogen und Assistentinnen wurde abgehalten. Mitverantwortlich für die erfreuliche Entwicklung sind speziell geschulte Kindergärtnerinnen, die zur Kariesvorbeugung bei ihren Schützlingen beitragen. Zahnärzte und Dentisten, die mitarbeiten wollten, wurden als "Paten-Zahnarzt" von der NÖ Landesregierung den einzelnen Kindergärten zugeteilt. Damals lagen bereits doppelt so viele Anmeldungen der Kinder vor, als betreut werden konnten. 1992 wurde dann der 100.000. Zahn im Rahmen dieses Programmes untersucht. Dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation, zumindest 50 Prozent der sechsjährigen Sprößlinge in den Kindergärten kariesfrei zu haben, kam man immer näher. Jetzt wurde die Vorgabe erreicht.

Im Rahmen der Kariesvorbeugung besuchen auch Zahnärzte zwei- bis dreimal jährlich die Kindergärten. Außerdem wird immer wieder auf die Bedeutung des gesunden Jausenbrotes hingewiesen, das sich positiv auf das Ernährungsverhalten und die Gesundheit der Kinder auswirkt. Leider ist es bisher nicht möglich gewesen, diese Aktion in allen niederösterreichischen Kindergärten durchzuführen. "Ich werde mich aber dafür einsetzen, daß diese Vorbeugungsmaßnahme größere Verbreitung findet", versprach Votruba. Denn besonders hier gelte das "Vorbeugen ist besser als heilen" als konsequente und das Ziel letztendlich erreichende Methode.

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