Maschinenbauer trotzen Asienkrise: Exporte um 7,7% gestiegen

Asien- und Rußlandkrise durch erfolgreiche Bemühungen auf anderen Märkten wettgemacht

PWK - Die Exporte waren 1998 das Zugpferd der östereichischen Maschinenbau - Konjunktur. Die vorläufigen Außenhandelsergebnisse für das Gesamtjahr 1998 zeigen mit einem Exportplus von 7,7 % auf 109,1 Mrd. Schilling (= 7,93 Mrd. ?) eine Fortsetzung der positiven Exportentwicklung der letzten Jahre. "Österreichs Maschinen-, Stahl-und Anlagenbauexporteure konnten im vergangenen Jahr die Asien- und Rußlandkrise durch erfolgreiche Bemühungen auf anderen Märkten wettmachen", erläutert Clemens Malina - Altzinger, Vorsteher des Fachverbandes der Maschinen- und Stahlbauindustrie Österreichs (FMS). ****

Während die Branche 1998 in die ASEAN-Länder inklusive Japan um 1,42 Mrd. Schilling bzw. nach Rußland um 0,8 Mrd. Schilling weniger heimische Maschinen und Anlagen verkaufen konnte, stiegen die entsprechenden Lieferungen alleine in den EU-Binnenmarkt im vergangenen Jahr um 7,2 Mrd. Schilling an.

54,1 % der österreichischen Maschinen- und Anlagenbauexporte mit einem Volumen von fast 59 Mrd. Schilling gingen 1998 in die EU (dies bedeutet ein Plus von 14,0 % gegenüber 1997). "In die EURO-Partnerländer", ergänzt Malina-Altzinger, "erhöhten sich die Exporte noch stärker, nämlich um 14,4 % auf 52,5 Mrd. Schilling". In Osteuropa konnten Exporterfolge beispielsweise nach Ungarn (+ 9,7 %), Rumänien (+ 11,4 %), Bulgarien (+ 30,2 %) sowie in das Baltikum erzielt werden. Exporteinbußen mußten auf dem russischen Markt (-29,7 %) und in die GUS, aber auch bei unsem Nachbarn Slowakei (- 15,0 %) hingenommen werden. Insgesamt gingen 1998 die österreichischen Ausfuhren im Maschinen- und Anlagenbau nach Osteuropa um 3,6 % auf 18,2 Mrd. Schilling zurück (= 16,7 % der Gesamtausfuhren). In die EFTA-Länder wurden 1998 um 27,2 % mehr Maschinen und Anlagen im Wert von 6,1 Mrd. Schilling verkauft. Im Gesamtjahr 1998 gingen 78,2 % aller Maschinen- und Stahlbauexporte nach Europa.

Österreichs Maschinenausfuhren nach Amerika stiegen 1998 um 16,9 % auf 10,6 Mrd. Schilling an, die USA-Exporte konnten um 31,6 % auf 6,2 Mrd. Schilling (= 5,7 %iger Anteil der Gesamtausfuhren) gesteigert werden. "Die USA war 1998 unser mit Abstand wichtigster Abnehmer in Übersee und weltweit hinter Deutschland das 2. größte Bezugsland östereichischer Maschinen und Anlagen" sagt Malina-Altzinger.

Die Ausfuhren nach Asien gingen um 15,4 % auf 10,1 Mrd. Schilling zurück (= Anteil von 9,2 % der Gesamtexporte). In die ASEAN-Länder reduzierten sich die Maschinen- und Stahlbauexporte um 32,4 %, nach Japan um 40,2 %. In der VR China konnte Österreich hingegen um 4,2 % mehr Maschinenbauerzeugnisse absetzen als 1997. Die Ausfuhren nach Afrika erhöhten sich um über 20 % auf 2,5 Mrd. Schilling.

Deutschland bleibt das mit Abstand bedeutendste Abnehmerland österreichischer Maschinen- und Stahlbauerzeugnisse. Fast ein Drittel aller Maschinen- und Stahlbauausfuhren im Wert von 34,6 Mrd. Schilling (= 2,5 Mrd. ?) gingen 1998 nach Deutschland.

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