Moderner Flußbau - zwischen Technik und Ökologie

"Flußbautagung 1999" in Wien

Wien, (OTS) Wie können von den Experten im Wasserbau die ökologischen mit den technischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden ? Dieses für den Lebensraum der Bewohner von Stadt und Land gleich wichtige Thema ist Schwerpunkt der "Flußbautagung 1999", die Montag nachmittag im Wiener Rathaus eröffnet wurde und bis 29. April stattfindet. Veranstalter ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Organisator und Gastgeber ist das Bundesland Wien, vertreten durch die MA 45 - Wasserbau. Die Eröffnung nahmen für Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer Sektionschef Wolfgang Stalzer und Bürgermeister Dr. Michael Häupl vor. Ebenfalls anwesend war Wiens Umweltstadtrat Fritz Svihalek.
BM Mag. Wilhelm Molterer zur "Flußbautagung 1999": "Es ist mir ein großes Anliegen, Österreichs Gewässernetz ´lebendig´ zu erhalten. Im vorigen Jahr haben wir mit der Kampagne ´Lebende Flüsse´ kräftige Zeichen gesetzt. In der diesjährigen Flußbautagung geht es uns darum, zu zeigen, daß Hochwasserschutz und Ökologie auch in städtischen Bereichen auf einen Nenner zu bringen sind." Von
Seiten Wiens stellte Bürgermeister Michael Häupl erfreut fest, daß zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten die von österreichischen
und internationalen Experten beschickte Flußbautagung wieder in Wien stattfindet: "In den letzten beiden Jahrzehnten hat in der Stadt Wien ein Umdenken eingesetzt. Es entstanden Projekte zur Wiederherstellung ökologischer Strukturen. Wien hat die Chance ergriffen und sich auch im Wasserbau eine innovative Position erarbeitet." Die großartigen Leistungen Wiens beim
Hochwasserschutz betonte Stadtrat Fritz Svihalek anläßlich der Flußbautagung: "Aber bei der damals angewandten Technik der ´harten´ Verbauung - ausgenommen beim Donauhochwasserschutz - kam die Ökologie zu kurz. Das wird nun im Zusammenhang mit ohnehin notwendigen Instandsetzungsarbeiten Schritt für Schritt
repariert."

Die "Wasserbauer" des Bundeslandes Wien bemühen sich seit Jahren darum, in diesem Sinne für den Siedlungsbereich umsetzbare Wege zu finden. Viele wasserbauliche Maßnahmen, bei denen die ökologisch-technische Übereinstimmung im begrenzten Raum der Stadt an sich nur schwer durchführbar sind, wurden in Wien bereits bzw. werden derzeit umgesetzt:
o Der Donauhochwasserschutz ist großteils fertiggestellt, die

Anlagen haben sich schon mehrfach bewährt, die Donauinsel mit
der Neuen Donau und ihren Freizeitnutzungen ist weit über ihre Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
o Die Errichtung des Kraftwerkes Freudenau ermöglicht eine

wesentliche Verbesserung der Grundwasserstände und eine Aufwertung der Donaualtarme im 2., 21., u. 22.Bezirk.
o Das "Mehr an Wasser" bringt eine Belebung der Alten Donau, des

Mühlwassers und der flußabwärtigen Gewässer sowohl für die Bevölkerung als auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Auch die Pratergewässer profitieren von dem reichen Wasserangebot.
o An den Wienerwaldbächen, am Wienfluß und am Liesingbach sind im

Zuge von notwendigen Umbaumaßnahmen ökologische Verbesserungen in Arbeit, welche natürlich den vollen Hochwasserschutz beinhalten.

Bei der "Flußbautagung 1999" werden die österreichischen und internationalen Wasserbaufachleute von den Leistungen der Stadt
Wien im naturnahen Flußbau und in den Augebieten der Donau informiert. Sie werden gemeinsam mit den Wiener Fachexperten die Erkenntnisse besprechen, welche auch für die Wienerinnen und
Wiener eine weitere ökologische Aufwertung dieser lebenswerten Stadt bieten wird. Ein ganz besonderer Gast der Tagung ist Fang Ziyun, ein Experte aus China, der über die Wasserwirtschaft am Yangtze und die dortigen Hochwasserereignisse im Jahr 1998
berichten wird. Mit der "Flußbautagung 1999" sollen starke Impulse für zukünftige Gewässerentwicklungen gegeben werden. (Schluß) ma

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