LR Bauer: Rund 25 EU-Millionen für LIFE-Projekt "Lebensraum Huchen" an Pielach, Melk, Mank und Donau

Schaffung von 78 Kilometer vernetzten Flußläufen

St. Pölten, (SPI) - "Erfolg auf allen Linien! Der zuständige Habitat-Ausschuß der Europäischen Union hat gestern die Empfehlung an die Europäische Kommission ausgesprochen, das niederösterreichische Naturschutz- und LIFE-Projekt "Lebensraum Huchen" an den Mittel- und Unterlaufabschnitten der Alpenvorlandflüsse Pielach, Melk und Mank sowie entlang der Donau im Raum der Wachau zu fördern. Dies ist quasi eine Vorentscheidung, dem der endgültige Beschluß im Juni 1999 wohl sicher folgen wird. Die EU wird Fördergelder im Ausmaß von 1,78 Millionen Euro, daß sind rund 25 Millionen Schilling, zur Verfügung stellen. Mit einem Gesamtinvestitionsaufwand von rund 49,8 Mio. Schilling soll der Lebensraum des "Huchen", eine der meist gefährdeten Fischarten Europas, verbessert werden und parallel dazu die letzten dynamisch erhaltenen Wildflußabschnitte der Pielach für die Vogelfauna unter Schutz gestellt werden", freut sich Niederösterreichs Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer über den Erfolg.****

In der Donau entlang der Wachau hat sich in den letzten Jahrzehnten ein guter Bestand der gefährdeten Huchen aufgebaut. Dem typischen Wanderfisch und anderen Fischarten fehlt allerdings durch zahlreiche Wehren und Sohlstufen der Zugang zu seinen angestammten Laichplätzen - den Mittel- und Unterläufen von Pielach, Melk und Mank - und damit die Möglichkeit einer ausreichenden Fortpflanzung. Dieses Problem soll nun mit dem LIFE-Projekt behoben werden. Die künstlichen Hindernisse sollen für die Fische durch Vernetzung der Flußläufe und Passierbarmachung der Wehren beseitigt werden, eine natürliche Laichwanderung wird dadurch wieder möglich. Nach Fertigstellung wäre ein Fließgewässerverbund von insgesamt 78 Kilometern - Pielach 21 km; Melk 16 km; Mank 8 km - Wachau 33 km - gegeben, der dem Huchen wieder genügend Raum zur Entfaltung gibt.

"Weiters sollen die noch bestehenden Wildflußabschnitte der Pielach durch Grundstücksankäufe unter Schutz gestellt werden, was vor allem für die dort lebenden Vogelpopulationen, wie beispielsweise den allseits bekannten "Eisvogel", von besonderer Bedeutung ist. Die Gesamtkosten des Projektes, rund 49,8 Millionen Schilling, werden damit zu 50 Prozent durch EU-Mittel aus dem LIFE-Topf sowie aus Landes- und Vereinsmitteln aufgebracht. Der Landesbeitrag soll rund 23,4 Millionen Schilling betragen. Einen großen Beitrag leisten auch die Anrainergemeinden, die Naturfreunde und der WWF, die beispielsweise durch die Zurverfügungstellung von Grundstücken, aber auch Finanzmitteln das Projekt vorbildhaft unterstützen", dankt Landesrat Bauer für das breite Engagement.
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