Tunneldurchschlag im Oststollen des Wolfsgrubentunnels ÖBB: Zweigleisiger Ausbau St. Jakob - St. Anton a.A.

St. Anton (öbb): Das herausfordernde Projekt "zweigleisiger Ausbau der Arlbergbahn zwischen St. Jakob a.A. - St. Anton a.A." hat seinen ersten Meilenstein in der Bauabwicklung erreicht. Heute Montag, den 26.04.1999, konnte zwischen Vortrieb 1 (von St. Jakob Richtung Westen) und Vortrieb 4 (vom Fluchtstollen in Richtung Osten) der erste Durchschlag im Wolfsgrubentunnel gefeiert werden.****

Der Wolfsgrubentunnel ist das Herzstück dieses Bauvorhabens, das den Ort vom Bahnverkehr entlasten und neue Entwicklungsmöglichkeiten für St. Anton a.A. eröffnen soll. Die Attraktivität der gesamten Region steigt mit der Umsetzung dieses Bauvorhabens. Eckpunkte im Leitfaden des Projektes sind: Sinnvolle Verkehrslösungen mit optimalem Kundennutzen, Sicherheit, Umwelt- und Lärmschutz.

Vorteile durch Ausbau der Bahninfrastruktur
Der Ausbau der Bahninfrastruktur zielt aber vor allem auf eine vermehrte Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene ab. Die Verbesserung des Bahnnetzes auf dem Scheitel der Arlbergbahn bedeuten eine wesentliche Erhöhung der Streckenkapazität und für die Länder Tirol und Vorarlberg damit eine bessere Verkehrsanbindung, von der die Bahnreisenden und die Wirtschaft in diesen Ländern profitieren werden.

Das Bauvorhaben Wolfsgrubentunnel
Der Wolfsgrubentunnel und der Fluchtstollen bilden für den bergmännischen Vortrieb eine ablauftechnische Einheit. Vom Fluchtstollen (Vortrieb 2) aus, dieser wurde parallel mit dem Vortrieb 1 vom Ostportal in Angriff genommen, erfolgte nach der Erreichung des Kreuzungspunktes mit dem Haupttunnel das Auffahren von Vortrieb 3 (in Richtung Westen) und Vortrieb 4 (in Richtung Osten). Der Tunnelvortrieb gestaltete sich - entsprechend den Bedingungen im Hochgebirge mit wechselnden Gebirgsarten - ohne unerwartete Überraschungen. Ca. 60% erfolgte im Spreng- und ca. 40% im Baggervortrieb.
Termindruck - rund um die Uhr wird gearbeitet
Dieser Bauablauf war einerseits durch die beengte Terminsituation (Alpine Schi-WM 2001) erforderlich, andererseits konnte das Ausbruchmaterial durch den Fluchtstollen direkt zur Aufbereitung an der Mündung des Fluchtstollens transportiert werden. Dies brachte für die Bewohner und Gäste von St. Anton den Vorteil, nicht durch die Transporte gestört zu werden. Auch die Tunnelbauer waren zufrieden, denn damit können sie - ohne jemanden zu stören - rund um die Uhr arbeiten. Der Fluchtstollen ist Bestandteil des Tunnelrettungskonzeptes für den Wolfsgrubentunnel - bleibt also bestehen. Seine Nutzung als Transportweg und zur Einrichtung von mehr Vortrieben für den Haupttunnel stellt eine sehr wirtschaftliche und umweltschonende Lösung dar.
Die größte Herausforderung für Mineure und Techniker war und ist der Termindruck. Völlig neu jedoch war für die Tunnelbauer, daß die Wettersituation Obertage den Tunnelbau beeinflußte. Tunnelbauer sind gewöhnt, Tag und Nacht bei Regen oder Sonnenschein durchzuarbeiten. Die Straßensperren im Arlberggebiet behinderten die Zufuhr von Baumaterial (Spritzbetonmischgut). Die Vortriebsarbeiten sind jedoch auf regelmäßige Versorgung angewiesen. Die Bauarbeiten mußten daher im Februar für einige Tage eingestellt werden. Trotz der dadurch eingetretenen Verzögerung wird der endgültige Tunneldurchschlag des Wolfsgrubentunnels wie geplant Ende Juli/Anfang August 1999 stattfinden.

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