Wirtschaft regt Maßnahmen-Mix für lernschwache Jugendliche an

Schulpflichtverlängerung keine Lösung des Problems

Vorgang - "Was neun Pflichtschuljahre nicht schaffen, wird das gleiche System auch nicht in einem zehnten Schulpflichtjahr schaffen", stellt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildung in der Wirtschaftskammer Österreich zu dem Vorschlag einer Schulpflichtverlängerung des Wiener Stadtschulrates, fest. Die Verlängerung der Schulpflicht auf zehn Jahre, weil die "Schulabgänger eine Nachqualifikation brauchen", ist de facto das Eingestehen des Versagens der Schule bei lernschwachen und schwierigen Jugendlichen. ****

Diese Jugendlichen sind oft nicht lehrvertragsreif, brauchen ein anderes Umfeld und auch andere pädagogische Methoden, wie sie etwa die Erwachsenenbildung bieten kann. "Bis zu 70 Prozent der Teilnehmer an Berufsorientierungskursen des WIFI Wien beispielsweise konnten nach drei Monaten nicht nur die bestehenden Ausbildungslücken schließen, sondern auch einen Lehrplatz finden. Deshalb ist es um so unverständlicher, wenn immer wieder Vorschläge zu einer Verschulung der Ausbildung kommen, die erfahrungsgemäß nichts bringen", so Piskaty. Viel wichtiger ist es, die Jugendlichen ihrer speziellen Situation gemäß lehrvertrags- und ausbildungsreif zu machen. Neben den erwähnten Be-rufsorientierungskursen gibt es auch die Vorlehre, die seit einem Jahr eingeführt wurde, aber von Gewerkschaftsvertretern und ein-zelnen regionalen AMS boykottiert wird.

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