Handys und Sendestationen im Focus internationaler Forschung

EU stellt 160 Mio Euro Forschungsgelder Verfügung, Einreichfrist endet am 8. Juni 99

Wien (OTS) - Im Rahmen des von der EU ausgerichteten "Forum on Future Research on Mobile Communication and Health" wurden letzte Woche in Bordeaux, Frankreich, die wesentlichsten Forschungsschwerpunkte des 5. Rahmenprogrammes der Europäischen Union präsentiert. Neben der konkreten Aufgabenstellung und Zielsetzung dieses Forschungsprogramms der EU mit einem seiner Schwerpunkte Umwelt und Gesundheit und dem dafür vorgesehenen budgetären Rahmen in Höhe von 160 Mio. Euro wurden auch Anforderungskriterien an Einreichprojekte und die Auswahlkriterien für die Projektvergabe detailliert erläutert. Denn die Frist für die erste Antragsrunde endet am 8. Juni des Jahres und Forschungsvorhaben, die nach diesem Datum eingereicht werden, müssen bereits der nachfolgenden Ausschreibung zugerechnet werden.

Für FMK Geschäftsführerin Michaela Reeh, die an dem Forum teilnahm, ist es "bedauerlich, daß mit Ausnahme des Forschungszentrums Seibersdorf (ARC) keine Vertreter der interessierten österreichischen Wissenschaft an dieser internationalen Veranstaltung teilgenommen hat, bei der es ausschließlich darum ging, gemeinsam Forschungsprojekte über die gesundheitlichen Auswirkungen von Handys und Sendestationen zu initiieren, zu beantragen und zu realisieren." Immerhin handelt es hier um ein Thema, das in letzter Zeit gerade in Österreich stark in den öffentlichen Mittelpunkt gerückt worden ist. Und wenn die EU für die Erforschung dieser Thematik budgetäre Mittel zur Verfügung stellt, dann sollten sich auch österreichische Wissenschafter um diese Fördermittel bemühen," regt Reeh an.

"Das Forum war auch insofern wichtig, weil hier einmal mehr deutlich wurde, auf welchen Grundlagen international koordinierte Forschungsvergabe erfolgen muß, damit zukünftig aussagekräftige Ergebnisse in den Bereichen Epidemiologie, Effekte auf den Menschen, Tierversuche und In-Vitro Studien erzielt werden können. Widersprüchliche Arbeiten, die überdies sehr oft auf unzureichend definierten Forschungsdesigns basieren, gibt es bereits in Fülle", so Michaela Reeh weiter. "Auch wenn endgültige Aussagen der Wissenschaft erkenntnistheoretisch ausbleiben müssen, so sollte man zumindest im qualitativen Bereich einwandfreie wissenschaftliche Arbeiten erwarten können."

Das Veranstaltungsprogramm erlaubte einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft, gab Experten und den ebenfalls anwesenden Vertretern der Industrie breiten Raum für Diskussion, Erfahrungsaustausch und Kontaktanbahnung. "Das ist deshalb so wichtig, da nicht nur die qualifizierte Zusammenarbeit wissenschaftlicher Institute, sondern auch die Einbindung der Industrie gefragt ist, die weltweit umfangreiche Forschungsvorhaben zu finanzieren hilft. Und daran darf sich nichts ändern, wenn die bis dato und zukünftig unternommenen Forschungsbemühungen den Erfordernissen des europäischen Rahmenprogramms und des Forschungsprojekts "Elektromagnetische Felder" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerecht werden sollen," schließt Reeh.

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