Gehrer: Dialog Jung – Alt bestimmt die Zukunft

Gehrer/Bartenstein starten Initiative "Dialog der Generationen"

Wien (OTS) "Jung und Alt gestalten die Zukunft. Eine Zukunft
mit Lebensqualität und Wohlstand wird wesentlich davon abhängen, wie wir die Generationenfrage und den Dialog zwischen den Generationen in den nächsten Jahren bewältigen", sagte heute, Montag, Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer. "Auf einen unter 15-Jährigen kommt heute ein über 60-Jähriger. In den nächsten 25 bis 30 Jahren wird sich dieses Verhältnis auf 1 : 3 verschieben. Das hat konkrete Auswirkungen auf den Generationenvertrag. Dabei geht es nicht nur um die Frage der Finanzierbarkeit der Lebensalterskosten, sondern auch um das Zusammenleben zwischen den Generationen", so Jugendminister Dr. Martin Bartenstein. Das Unterrichtsministerium und das Jugendministerium starten deshalb gemeinsam mit den österreichischen Seniorenvereinigungen und der Österreichischen UNESCO-Kommission die österreichweite Initiative "Dialog der Generationen". ****

Jugendliche werden eingeladen, gemeinsame Projekte mit älteren Menschen durchzuführen. Ziel des Projektwettbewerbs im "Jahr der älteren Menschen" an Schulen ist es, dass der Dialog zwischen den Generationen verstärkt und neue Impulse gesetzt werden. Die Jugendlichen und älteren Menschen sollen ihre gemeinsamen Vorstellungen vom Zusammenleben in der Zukunft entwickeln und in Projektarbeiten umsetzen.

Mitmachen können Schüler aller Altersstufen oder Jugendorganisationen und Senioren aus ganz Österreich, die sich
mit der Jugend auseinander setzen wollen.

Dabei können beispielsweise Vorurteile in den Generationsbeziehungen hinterfragt, Kulturvergleiche angestellt
oder zukunftsrelevante Themen wie der Euro gemeinsam erarbeitet werden. Auch gemeinsame Aktivitäten wie Musizieren, Werken oder kreatives Gestalten ist möglich.

Die Schulen erhalten eine Informationsbroschüre über den Wettbewerb. Das Serviceheft "Tipps und Ideen zum Dialog der Generationen" mit nützlichen Adressen und Anregungen wird den Teilnehmern bei der Anmeldung zugesendet. Es kann auch im Unterrichtsministerium, Tel. 01/531 20 – DW 4702, Ursula Kirchmayer, bestellt werden. Einsendeschluss ist der 28. Jänner 2000. Für die besten Projekte werden fünf Hauptpreise von 5.000 bis 30.000 Schilling vergeben. Zusätzlich gibt es noch
Sonderpreise der Seniorenvereinigungen.

Nähere Informationen erteilt der Österreichische Kultur-Service (ÖKS), Stiftgasse 6, 1070 Wien, Tel. 01 / 523 57 81 / 37, der mit der Durchführung betraut ist. Projektverantwortliche sind Mag.
Knut Neumayer im ÖKS, Tel. 01 / 523 57 81 / 13 und Mag. Gabriele Eschig im Unterrichtsministerium, Tel. 01 / 53 120 / 4703 DW.

Das Unterrichtsministerium und das Jugendministerium haben
neben diesem Wettbewerb weitere Aktivitäten und Schwerpunkte zur Förderung des Dialogs zwischen Jung und Alt gesetzt. So führt das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung mit Unterstützung des Unterrichtsministeriums Veranstaltungen zur Bildungsarbeit mit älteren Menschen durch. Auch Zeitzeugen und Opfer des Nationalsozialismus werden als Referenten an Schulen vermittelt.
In zehn österreichischen Gemeinden werden heuer Bürgerbüros für Jung und Alt des Familienministeriums ihre Arbeit aufnehmen. Auch eine Studie über Generationenbeziehungen wurde in Auftrag gegeben. Ein erstes Ergebnis zeigt, dass das Solidaritätspotenzial zwischen den Generationen in Österreichs Familien sehr hoch ist. Nur 0,5 Prozent können niemanden angeben, auf den sie sich in kleineren Notlagen stützen könnten. Das Jugendministerium veranstaltet weiters im September in Krems eine Konsenskonferenz, bei dem Jugendliche und Senioren mit Hilfe von Experten einen "Generationenvertrag" erarbeiten.
(Schluss)

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