Rieder eröffnet Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital

Erfolgreiches Projekt - Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbrüchen - ausgebaut

Wien, (OTS) Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder eröffnete am Montag das neue "Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital" im der Apollogasse im siebenten Bezirk. Das neue Zentrum befindet sich am Standort des bisherigen Pflegezentrums Sophienspital und wurde um die aus der Poliklinik im neunten
Bezirk übersiedelten Kapazitäten ergänzt. Vor allem um das sehr erfolgreiche Projekt "Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbrüchen" unter der Leitung von Prim. Dr. Katharina Pils. In der um rund 140 Millionen Schilling ausgebauten Einrichtung - Ärztliche Leitung Prim. Dr. Franz Böhmer - stehen nun eine medizinische Abteilung
mit Schwerpunkt Geriatrie und Rehabilitation, ein Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, eine Tagesklinik, ein Pflegeheim sowie ein Tageszentrum der MA 47 - Betreuung zu Hause -zur Verfügung.****

Rieder: "Auch Standort der Gesundheitsförderung"

"Das Sozialmedizinische Zentrum Sophienspital ist nicht nur
ein Zentrum der medizinischen, pflegerischen und rehabilitativen Betreuung, sondern wird auch ein Standort der Gesundheitsförderung für ältere Menschen sein", betonte Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten. Dabei soll
versucht werden, durch gezielte Maßnahmen soziale Ungleichheiten
zu lindern und gesundes Altern mit großer Lebensqualität zu ermöglichen. Dies soll durch Information und Schulung sowie durch Förderung der Eigenverantwortlichkeit erreicht werden. Besonderen Risikofaktoren und Krankheitsbildern des Alters wie Inkontinenz, Osteoporose oder den Demenzerkrankungen soll somit entgegengewirkt werden.

Hochmodernes Rehabilitations-Zentrum: 92 Prozent der Patienten mit Oberschenkelhalsbrüchen wieder mobilisiert

Kernstück des neuen Zentrums ist die Rehabilitation für Patienten nach Oberschenkelhalsbrüchen. Das Pilotprojekt "Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbrüchen" – Leitung Prim. Dr. Katharina Pils – wurde 1993 auf Initiative von Stadtrat Rieder in der Poliklinik im neunten Bezirk eingerichtet und konnte am neuen Standort im Sozialmedizinschen Zentrum Sophienspital unter
besseren räumlichen Bedingungen ausgebaut werden. Zielgruppe sind alte Menschen, die einen Oberschenkelhalsbruch erlitten haben. War diese Diagnose vor wenigen Jahren noch gleichbedeutend mit einem dauernden Pflegeheimaufenthalt, so ist es dem Team rund um Dr. Katharina Pils gelungen, 92 Prozent ihrer Patienten wieder zu mobilisieren und somit nach Hause entlassen zu können. Insgesamt konnten seit 1993 mehr als 2.100 von 2.300 behandelten Patienten
in die eigenen vier Wände zurückkehren. Rieder: "Am neuen Standort kann dieses überaus erfolgreiche Projekt endlich auch in adäquaten Räumlichkeiten fortgesetzt werden. Das Sozialmedizinische Zentrum Sophienspital wird dadurch zu einer der bedeutendsten
geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen Österreichs."

Speziell auf die Bedürfnisse von Hüftrehab-Patienten ausgerichtet ist die Lage und räumliche Ausformung der Treppenanlagen, die gleichzeitig als "Therapie-Treppe" für die Patienten dienen. Diese Therapie-Treppe ist inmitten zweier großer Glasfronten – eine in Richtung Europaplatz, eine in Richtung Garten – angelegt. Dadurch haben die Patienten während des "therapeutischen Stiegensteigens" wahlweise entweder Blickkontakt zum hektischen Stadtleben des Europaplatzes oder zu den Ruhe- und Erholungszonen im Garten des Pflegezentrums. Therapiewege befinden sich übrigens auch auf dem zur Terrasse ausgebauten Dach des Gebäudes.

Breites Angebot im Sozialmedizinischen Zentrum

Im Sozialmedizinische Zentrum Sophienspital stehen folgende Einrichtungen zur Verfügung:

Eine Medizinische Abteilung mit
o 2 Stationen á 24 Akutbetten "Innere Medizin" zur Behandlung

von geriatrischen Patienten, vorzugsweise zur
Rehabilitation von hüftgelenksnahen Frakturen.
o 2 Stationen á 18 Betten für Innere Medizin mit Schwerpunkt

Geriatrie
o 1 Institut für Physikalische Medizin
o 1 Tagesklinik mit 10 Plätzen mit Schwerpunkt "Erhaltung des

Stütz- und Bewegungsapparates und Rehabilitation nach Oberschenkelhalsbrüchen"
o 1 Pflegeheim mit 149 Betten, davon 12 Betten für

Kurzzeitpflege
o 1 Tageszentrum der Magistratsabteilung 47 - Betreuung zu Hause.

Zur Zeit sind im Sozialmedizinischen Zentrum Sophienspital 30 ÄrztInnen, 163 Krankenpflegepersonen, 34 MitarbeiterInnen des Medizinisch Technischen Dienstes sowie 127 MitarbeiterInnen sonstiger Dienste beschäftigt.

Stadtgestalterische Aspekte

Das neue Gebäude von Architekt Dipl. Ing. Martin Kohlbauer wurde entlang des Gürtels errichtet und schirmt so das Gelände des Sozialmedizinischen Zentrums Sophienspital, das bisher (Pflegezentrum Sophienspital) nur durch eine Mauer vom Gürtel getrennt war, von dieser verkehrsreichen Straße mit einer imposanten Fassade ab. Demzufolge wurden alle Patientenräume in Richtung des lärmgeschützten Gartens angeordnet, die Funktionsräume an der dem Gürtel zugewandten Seite. Neben der Funktionalität des Gebäudes wurde auch besonderer Wert auf die städtebauliche Komponente im Zusammenhang mit der Gestaltung des angrenzenden Europaplatzes gelegt. (Schluß) mmr/

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