AK: Vorsicht bei "Gewinn-Reisen"

Wien (OTS) – "Konsumenten können bei "Gewinn-Reisen" leicht draufzahlen", kritisieren die AK Konsumentenschützer. Denn die Tücken solcher Angebote zeigen sich erst auf dem zweiten Blick:
Nachzahlen der Gewinnsteuer an das Finanzamt, Zuschläge für das Zimmer, teure Flugpreise, aber auch eine fehlende Gewerbeberechtigung oder Insolvenzsicherung der Reiseveranstalter sind keine Seltenheit. Die AK Konsumentenschützer empfehlen:
Gewinner sollen die Angebote kritisch überprüfen und sich beim Reiseveranstalter ausführlich erkundigen. ****

"Wir gratulieren! Sie haben eine Reise gewonnen." Bei immer mehr Konsumenten flattern in letzter Zeit Gewinnankündigungen ins Haus, ohne daß sie an einem Preisausschreiben oder an einer Verlosung teilgenommen haben. Oft werden dem Konsumenten auch am Telefon Quizfragen gestellt, bei denen absolut nichts schief gehen kann.
Der Gedanke, der hinter solchen Angeboten steckt: Verbraucher
sollen – zumeist in der Nebensaison – zu zusätzlichen Reisebuchungen animiert werden, sagen die AK Konsumentenschützer.

Gewinn kritisch prüfen
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen - oft auch schon über das, was er vor dem Reiseantritt erlebt. Denn Gewinn-Reisen können sich als böse Überraschung entpuppen:
+ Es ist immer wieder unklar, ob die im EU-Raum vorgeschriebene Insolvenzsicherung vorhanden ist, die für den Konsumenten den nötigen Schutz im Fall einer Insolvenz bieten soll. Gerade bei ausländischen Anbietern läßt sich das kaum für den Konsumenten überprüfen.
+ Es ist auch zweifelhaft, ob der Reiseveranstalter für Mängel einstehen muß. Denn bei Geschenken gibt es kein Recht auf Gewährleistung, sagen die AK Konsumentenschützer.
+ Und obwohl ein Gewinn angekündigt wird, werden die Konsumenten zur Kasse gebeten:
Das Finanzamt kann dem Verbraucher die Gewinnsteuer vorschreiben, wenn der Reiseveranstalter nicht vorgesorgt und diese abgeführt hat.
Zuschläge für Einzelzimmer oder auch für ein halbes Doppelzimmer sind keine Seltenheit.
Die mitreisenden Begleitpersonen zahlen überhöhte Preise. Kostspielig sind auch der Flug oder Nebenkosten vor Ort.

Die AK Konsumentenschützer raten: Konsumenten sollen jedes Gewinn-Reiseangebot kritisch überprüfen und sich gründlich beim Reiseveranstalter erkundigen. "Last minute" oder auch Angebots-Reisen können Konsumenten billiger kommen als die Gewinn-Reise.

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