Auer: Jüngste Aussagen des Sekten- und Familienbeauftragten Niederösterreichs können Bedenken nicht zerstreuen

Konservative "Dogmen" dürfen nicht über Umwege in die NÖ Landespolitik einfließen

St. Pölten, (SPI) "Auch jüngste Aussagen von LHStv. Liese Prokop sowie des durch ein Tageszeitungsinterview ins Zwielicht geratenen NÖ-Familienreferenten und NÖ-Sektenbeauftragten Peter Pitzinger können die Bedenken der NÖ Sozialdemokraten nicht zerstreuen, ob Pitzinger in seinem Aufgabenfeld richtig eingesetzt und für die Bereiche Familien und Sekten die bestmögliche Besetzung darstellt. Wir brauchen in Niederösterreich einen unbefangenen Sekten- und Familienbeauftragten, der sich nicht nur zur katholischen Kirche, sondern sich zu allen Menschen - sowohl zu Katholiken als auch zu anderen Glaubensgemeinschaften und auch zu Menschen ohne
Bekenntnis bekennt und diese gleich achtet. Die Aussage
Pitzingers, daß die "katholische Kirche bei einer Scheidung gebraucht wird", versteht sich wohl kaum mit der in Österreich verankerten Trennung zwischen Kirche und Staat und damit auch
nicht mit der praktizierten Trennung zwischen Gesetzgebung und Glauben", stellt die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten und SPNÖ-Frauenvorsitzende, Abg. Helene Auer, heute fest.****

Bedenklich sind jedenfalls auch die Aussagen der für Familienpolitik verantwortlichen LHStv. Liese Prokop. Die strikte Festlegung, daß für einen Familien- und Sektenbeauftragten eine "christliche Einstellung Voraussetzung zur Wahrnehmung seiner Aufgaben ist", kann die SPÖ sicher nicht mittragen. Pitzingers Einstellung zur katholischen Kirche und sein Glauben sind seine Privatsache und so muß es auch bleiben. "Die Einstellungen des St. Pöltner Diözesanbischofs Dr. Kurt Krenn zum Frauenpriestertum, zur Scheidung, zur Sexualität, zur Gleichberechtigung, zur Fristenlösung oder zur Abtreibungspille sind hinlänglich bekannt. Die NÖ Sozialdemokraten wenden sich gegen Tendenzen, diese Meinungen und Dogmen über "Umwege" in die Landespolitik in Niederösterreich einfließen zu lassen", so Auer. "Ich glaube kaum, daß die VPNÖ dies wünscht und wenn ja, dann ist eine klare Deklarierung einzufordern. Ansonsten ist seitens des Landespersonalreferenten sicherlich Handlungsbedarf gegeben, über etwaige Personaländerungen nachzudenken, wobei es für einen engagierten und fähigen Peter Pitzinger sicher andere und auch fruchtbarere Betätigungsfelder in Niederösterreich gibt", so Abg. Auer abschließend.
(Schluß) fa

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