AK: Neue Telefonservice-Vorschriften müssen allen Telefonkunden zugute kommen

Wien (OTS) – Gut, daß es endlich Service-Vorschriften für die Telefondienste gibt – diese müssen aber Konsumenten aller Telefonanbieter zugute kommen, verlangen die AK Konsumentenschützer. Die AK will faire Verhältnisse. Auch die Telefonkunden der neuen privaten Telefongesellschaften sollen von der Qualität des Telefonservices profitieren. Der Verordnungsentwurf über den Telefon-Universaldienst soll dahingehend geändert werden, fordert die AK. Außerdem sollen die Servicevorschriften noch kundenfreundlicher werden: Schadenersatz bei Mängeln, sekundengenaue Gebührenabrechnung, Wunschsperre für Aktivrufe, wenn eine bestimmte Gebührenhöhe überschritten wird, erleichterter Zugang zum Internet durch eine schnellere Übertragungsqualität, und die Digitalisierung der Anschlüsse muß im Jahr 2000 abgeschlossen sein. ****

Es ist gut und wichtig, daß es endlich Qualitätsvorschriften für das Telefonservice gibt. Entsprechende EU-Vorschriften sind damit endlich umgesetzt. Allerdings richten sich die Qualitätsanforderungen nur an die Telekom. Die AK will faire Verhältnisse. Für ihr Geld brauchen die Konsumenten Sicherheit. Daher soll das Verkehrsministerium den Verordnungsentwurf über den Telefon-Universaldienst ändern, fordern die AK Konsumentenschützer: Die Verordnung soll auch für die neuen privaten Telefongesellschaften gelten und außerdem müssen weitere kundenfreundliche Maßnahmen aufgenommen werden.

Die AK befürchtet, daß die Schlacht um die günstigsten Telefontarife auf Kosten der Qualität des Dienstangebotes geführt wird. Wettbewerb kann wohl nicht sein, daß es einerseits Haushalte gibt, die von der neuen Angebotsvielfalt und der hohen Qualität
der Dienste profitieren und anderseits solche, denen nur Dienste
von minderwertiger Qualität angeboten werden, weil sie den Anbietern zu wenig Einkünfte bringen.

Weitere Verbesserungen
Die AK will noch weitere Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten:
+ Schadenersatz, wenn Mängel nicht innerhalb einer bestimmten Zeit behoben werden.
+ Mit einer Mindestübertragungsqualität (schnellere Leitungen) soll Konsumenten ein rascherer Internetzugang ermöglicht werden.
+ Die Digitalisierung der analogen Anschlüsse muß im Jahr 2000 abgeschlossen sein.
+ Kunden sollen ihre Gesprächs- und Gebührenkosten besser kontrollieren können. Statt der Abrechnung von Impulsen sollen die Gespräche sekundengenau abgerechnet werden.
+ Konsumenten sollen – wenn sie einen bestimmten Gebührenbetrag überschreiten - eine Sperre für Aktivrufe beantragen können.
+ Einzelgebührennachweise sollen kostenlos sein.
+ Interessierte Konsumenten sollen den Jahresbericht der Anbieter anfordern können. Darin können sie nachlesen, ob die Servicevorschriften eingehalten wurden.

Wesentliche AK Forderungen sind im Verordnungsentwurf vom Verkehrsministerium enthalten: So sollen künftig Telekomkunden durchschnittlich fünf Sekunden für eine Telekomauskunft warten. Die Herstellung eines neuen Anschlusses darf längstens 15 Tage dauern. Weiters geregelt sind die Dauer der Störungsbehebung und die Sprechqualität sowie die Genauigkeit der Telefonabrechnungen die Dichte und Ausstattung von Telefonzellen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse Doris Strecker
Tel.: (01)501 65-2677

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW