Ederer: Wien soll zu Kompetenzzentrum für Biotechnologie werden

Wien, (OTS) "Für einen modernen Wirtschaftsstandort wie Wien ist es unumgänglich, verstärkt auf den Bereich moderner Technologien zu setzen - eine derartige Schlüsseltechnologien ist die Biotechnologie", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer vor dem Symposium "Biomedizinische Forschung
im AKH - ein Wirtschaftsmotor". Wien habe sehr gute
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung dieses Industriezweiges: Die in Wien erbrachten Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Biotechnologie sind international mehr als
anerkannt, wichtige, weltweit agierende Unternehmen sind in Wien angesiedelt. Dazu kommt, daß die hohe Lebensqualität gerade für die Ansiedlung von Unternehmen aus diesem Bereich, der vor allem durch hochqualifizierte Arbeitskräfte bestimmt wird, eine wichtige Rolle spielt.

Man müsse aber eingestehen, daß es Wien in der Vergangenheit nicht gelungen sei, dieses Potential ausreichend zu nutzen. Dies liegt zum einen sicherlich daran, daß die lange Zeit hervorragende wirtschaftliche Situation Wiens eine aktive Umgestaltung der Wirtschaftsstruktur als nicht notwendig erscheinen ließ, zum anderen an der großen Skepsis, mit der die Öffentlichkeit dem Bereich Biotechnologie gegenübersteht. Diese Skepsis ist nicht pauschal zu verurteilen, das Hinterfragen technologischer Entwicklungen muß in demokratischen Gesellschaften möglich sein und kann ein wichtiges gesellschaftliches Korrektiv sein. "Für die Biotechnologie gilt, daß die ethischen Fragen weiter diskutiert werden müssen, daß man aber gleichzeitig erkennen muß, daß es sich um eine logische Weiterentwicklung der Wissenschaft handelt, die sowohl von unmittelbarem Nutzen für den Menschen, als auch von wirtschaftlichem Vorteil ist", so die Finanz- und Wirtschaftsstadträtin, " Ich sehe meine Rolle auch zu einem wesentlichen Teil darin, für eine rationale öffentliche Diskussion in diesen Fragen einzutreten".

Hinsichtlich der öffentlichen Rezeption von Entwicklungen im Bereich der Biotechnologie nimmt der medizinische Bereich
sicherlich eine Sonderstellung ein. Es ist hier sicherlich
leichter, Verständnis und positive Zugänge in der Öffentlichkeit zu bewirken. Auch die Politik konzentriert sich in erster Linie
auf die Förderung des medizinischen Bereichs. Zwar ist es sicherlich richtig, daß vor allem im Bereich der Grundlagenforschung nicht immer sauber zwischen medizinischer und nichtmedizinischer Anwendung getrennt werden kann, doch sollte für den Standort Wien doch der medizinische Bereich Vorrang haben. "Es liegt auf der Hand, daß hier der Nutzen für den Menschen wesentlich deutlicher auf der Hand liegt, darüberhinaus sollten
wir gerade in Wien versuchen, an die große medizinische Tradition dieser Stadt anzuknüpfen", hielt Ederer fest.

Die gegenwärtigen Aktivitäten Österreichs und namentlich Wiens können getrost als biotechnologische - und in erster Linie biomedizinische - Offensive bezeichnet werden. Neben verschiedenen Förderinitiativen des Bundes, etwa im Rahmen des Kompetenzzentrenprogrammes oder der Innovationsagentur, setzt die Stadt Wien sowohl im Bereich der Infrastruktur, als auch im
Bereich der monetären und nichtmonetären Förderung Akzente. Der Standort Dr. Bohrgasse, an dem sich bereits das Vienna Biocenter
und das Institut für molekulare Pathologie der Firma Boehringer-Ingelheim befindet, wird kontinuierlich ausgebaut, neben den
bereits bestehenden Einrichtungen soll der Standort zu einem
Zentrum der Biotechnologie erweitert werden, wo sowohl die infrastrukturellen Einrichtungen als auch organisatorische und kaufmännische Unterstützung bereitgestellt werden. Bereits jetzt gibt es sehr konkrete Ansiedlungsinteressen, vor allem von jungen oder in Gründung befindlichen Firmen, in erster Linie aus dem Bereich der Biomedizin. Nicht zuletzt können sowohl der Bund als auch die Stadt Wien im Rahmen des Wirtschaftsförderungsfonds eine breite Palette von Unterstützungsmaßnahmen anbieten. "Wien hat gute Chancen, sich als wichtiger Standort im Bereich der Biotechnologie zu etablieren. Wir werden unsere volle Kraft einsetzen, damit diese Zukunftschance genützt wird" schloß Ederer. (Schluß) sto

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