Generali Vienna-Gruppe erfolgreich neu ausgerichtet

ÖVFA-Ergebnis je Aktie der Generali Holding Vienna AG wächst weiter - konsolidierter Jahresüberschuß um 7,6 Prozent gesteigert -Dividende wird angehoben.

Wien (OTS) - Erfolgreich abgeschlossen hat die Generali Vienna-Gruppe ihre umfassende Neuausrichtung, die das Geschäftsjahr 1998 massiv geprägt hat. Neben der Weiterentwicklung auf dem österreichischen Stamm-Markt avancierte die Generali Vienna-Gruppe innerhalb der weltweiten Generali Group zum Zentrum für die zentral-und osteuropäischen Reformstaaten. Das Tätigkeitsgebiet der Gruppe erstreckt sich nun auf Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowenien und die Slowakei sowie neu auch auf Rumänien und Polen (in Vorbereitung); dieser Markt umfaßt insgesamt mehr als 97 Millionen Einwohner. ****

Offensiv-Strategie in Österreich: Weniger Kosten und mehr Service

Nachdem im Vorjahr unter dem Dach der börsennotierten Generali Holding Vienna AG die beiden bereits gemeinsam operierenden österreichischen Tochtergesellschaften Erste Allgemeine und Generali Leben auch rechtlich zur Generali Versicherung AG zusammengeführt wurden, sieht die "Offensiv-Strategie 99" die künftige Nutzung von Synergiepotentialen zwischen der Interunfall und der Generali Versicherung vor. Für die Kunden entsteht dadurch das dichteste Service- und Betreuungsnetz der österreichischen Versicherungswirtschaft. Alle nicht kundenrelevanten Bereiche werden im Zuge der Umsetzung dieser Strategie gemeinsam wahrgenommen. Die getrennten Betreuungsorganisationen bleiben erhalten. Die eigenständigen Produkt- und Marketingstrategien der beiden Unternehmen werden verstärkt. Einsparungen werden vor allem durch die Integration der EDV-Anwendungssysteme erreicht werden. Insgesamt werden Kostensenkungseffekte in Höhe von 300 Millionen Schilling/21,80 Mio. Euro ab dem Jahr 2001 erwartet.

Die österreichischen Konzerngesellschaften erreichten 1998 mit 23,9 Milliarden Schilling/1,74 Mrd. Euro ein Wachstum um 0,5 %, was angesichts des scharfen Wettbewerbs als Erfolg gewertet wird. Bemerkenswert war vor allem das Wachstum in der Lebensversicherung um 4,7 Prozent. Mit einem Marktanteil von 17 Prozent hat die Gruppe ihre Position unter den führenden Versicherern Österreichs gefestigt.

Asset Management als weiteres Kerngeschäft

Als neues strategisches Geschäftsfeld gewinnt nun der Finanzdienstleistungsbereich zusehends an Bedeutung. Vermögensberatung, -aufbau und -verwaltung werden neben der Versicherung zu einem weiteren Kerngeschäft der Gruppe entwickelt. Der Vermögensaufbau für die Kunden erfolgt über unterschiedliche Fonds und die Fondsgebundene Lebensversicherung, aber auch über Wertpapiere und Immobilienprodukte. Das Asset Management wird sowohl für private als auch für institutionelle Anleger angeboten werden.

Wien als Zentrum für Reformstaaten - Start in Polen noch 1999

Die Tätigkeit in den zentral- und osteuropäischen Reformstaaten wurde seitens der Konzernzentrale der Assicurazioni Generali S.p.A. in Triest nunmehr gänzlich auf die Generali Holding Vienna AG konzentriert. So hat Triest die bestehenden Beteiligungen an der Generali Prag, der Generali Budapest und zum Jahresende 1998 auch an der rumänischen Generala Asigurari S.A. auf die Generali Holding Vienna AG übertragen und grünes Licht für den Markteintritt in Polen gegeben.

Zur Vorbereitung des Markteintritts in Polen wurde in Warschau die Generali Risk Consulting Sp.z.o.o. gegründet. Für eine Lebens-und eine Nichtlebensversicherungsgesellschaft wurden bereits Konzessionen beantragt. Noch 1999 wird der operative Start mit dem Verkauf von Bündelversicherungen erfolgen.

In Rumänien hält die Generali Holding Vienna AG an der Generala Asigurari S.A., Bukarest, nunmehr 70,13 %. Die Generala versichert derzeit hauptsächlich Firmen und Privatkunden im Sachversicherungsgeschäft. Ab 1. Jänner 2000 ist auch der Einstieg in die Lebensversicherung vorgesehen. Das Prämienaufkommen lag 1998 bei rund 74 Millionen Schilling/5,39 Mio. Euro, für 1999 werden rund 140 Millionen Schilling/10,17 Mio. Euro erwartet.

In Ungarn wurde kürzlich die Fusion der Providencia und Generali Budapest zur Generali-Providencia beschlossen. Gemeinsam mit dem Reiseversicherer Europai erhöhte sich das Prämienaufkommen 1998 um 27 % auf 43,9 Milliarden Forint/2,4 Mrd. ATS/175,45 Mio. Euro, womit die Gruppe in der ungarischen Versicherungswirtschaft auf Platz 2 vorrückte.

Die tschechische Generali Pojistovna erzielte ein Prämienwachstum um 29 % auf 1,1 Milliarden Kronen/427,2 Mio. ATS/31,05 Mio. Euro und ein von 4,3 auf 17,1 Millionen Kronen verbessertes Jahresergebnis.

Auch die slowakische Generali-Gesellschaft erzielte ein starkes Prämienwachstum auf 70,2 Millionen Kronen/22,3 Mio. ATS/1,62 Mio. Euro.

In Slowenien wuchs das Prämienvolumen der Generali SKB um 65 % auf 329,5 Millionen Tolar/24,0 Mio. ATS/1,74 Mio. Euro.

Konzernabschluß jetzt mit 33 Gesellschaften

Insgesamt sind in den Konzernabschluß der Generali Vienna-Gruppe nunmehr neun Versicherungsgesellschaften, fünf Immobilienunternehmen, 13 Beteiligungs-, Finanz- bzw. Servicefirmen, fünf Leasinggesellschaften und ein Pensionsfonds einbezogen. Da die ehemaligen deutschen Konzerngesellschaften als assoziierte Unternehmen aus der Vollkonsolidierung ausgeschieden sind und aufgrund der weiteren umfangreichen Strukturmaßnahmen des vergangenen Jahres sind der Jahresabschluß 1998 der Generali Holding Vienna AG und der Konzernabschluß mit den Vorjahreswerten nur sehr eingeschränkt vergleichbar.

Das Prämienaufkommen der Gruppe belief sich 1998 auf 28,5 Milliarden Schilling/2,07 Mrd. Euro, was - ohne den deutschen Geschäftsbereich - einen Zuwachs um 3,3 % bedeutet. Bei dieser Betrachtung wuchsen die Kapitalanlagen um 5,3 % auf 103,9 Milliarden Schilling/7,55 Mrd. Euro.

Um 50 Mio. ATS höherer Jahresüberschuß

Der konsolidierte Jahresüberschuß konnte um 7,6 % auf 700,6 Millionen Schilling/50,91 Mio. Euro gesteigert werden, und auch die Dotierung der Rücklagen wurde um 24 % auf 471,5 Millionen Schilling/34,27 Mio. Euro verstärkt. Als eine der Folgen der Umstrukturierung lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 989,8 Millionen Schilling/71,93 Mio. Euro diesmal knapp unter der Milliarden-Marke.

Erfreulich für die Aktionäre der Generali Holding Vienna AG: Das vorläufige, nach Methode der ÖVFA berechnete Ergebnis (konsolidiert) je Aktie stieg von 118 Schilling/8,58 Euro im Jahr 1997 auf nunmehr 126 Schilling/9,16 Euro. Der Hauptversammlung am 19. Mai wird eine Erhöhung der Dividende von 17 auf 20 Prozent vorgeschlagen.

1999 - Wachstum in Reformstaaten und Österreichs Lebensversicherung

Für das laufende Jahr 1999 rechnet die Generali Vienna-Gruppe in Österreich mit einem Wachstum vor allem in der Lebensversicherung, während in der Schadenversicherung ein Anhalten des scharfen Wettbewerbes zu erwarten ist. Umso mehr sieht die Gruppe Wachstumschancen in den Reformstaaten: In Ungarn und Tschechien wird deshalb der erfolgreiche Expansionskurs ebenso beibehalten wie in Slowenien, der Slowakei und in Rumänien der vorsichtige Aufbau planmäßig fortgesetzt wird; der Markteintritt in Polen wird entsprechend vorbereitet.

Karner: "Für Herausforderungen gerüstet"

Konzernchef Dr. Dietrich Karner sieht die Generali Vienna-Gruppe für den Eintritt in das nächste Jahrtausend bestens gerüstet. Karner: "Wir haben unsere Strukturen so flexibel gestaltet, daß wir rasch und effizient auf Marktentwicklungen und Marktchancen reagieren können. Unsere Kundenorientierung bauen wir durch ein dichtes Service-Netz vor allem in Österreich, aber auch in den Reformstaaten Zentral- und Osteuropas massiv aus. Die Erfolge - etwa im Assistancebereich - bestätigen die Marktchancen für unsere innovativen Vorsorgeprodukte." Sowohl auf die Euro-Umstellung als auch auf den Datumswechsel 1999/2000 hat sich die Gruppe so intensiv vorbereitet, daß diesen Herausforderungen entsprochen werden kann.

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