24. April - Internationaler Tag des Versuchstiers: VgT demonstriert vor AKH gegen grausame Tierversuche

Wien (OTS) - Tierversuche sind in unserer Gesellschaft seit Jahren der anerkannte (Irr-)Weg für die Forschung in der Medizin. Neu entwickelte chemische Substanzen werden an Ratten, Mäusen, Katzen, Hunden, Affen und vielen anderen Tieren getestet, bevor sie für den Menschen als wirkungsvoll beurteilt werden. An Tieren, deren Physiologie völlig unterschiedlich von der unseren ist. An Tieren, die durch die tierquälerischen und artwidrigen Haltungsbedingungen, die genetischen Manipulationen und den Versuch selbst derart gestreßt sind, daß die Versuchsergebnisse so unterschiedlich ausfallen, daß diese nicht einmal von einem Tier auf ein anderes derselben Spezies übertragbar sind.

Geschweige denn auf den Menschen, dessen Krankheitsbild ein völlig anderes ist als das eines künstlich krank gemachten Versuchstiers. Zudem sind viele der heutzutage häufig eingesetzten Arzneimittel wie z.B. Acetyl-Salicyl-Säure (Aspirin) für etliche Versuchstiere giftig und umgekehrt sind Chemikalien, die z.B. eine Ratte problemlos aufnimmt, tödlich für den Menschen.

Der Wirkstoff Thalidomid (Contergan) von der Firma Grünenthal wurde angeblich gründlich im Tierversuch getestet, wodurch aber die verheerenden Folgen für Menschen nicht vorherzusehen waren. Nach Jahren des Versagens der tierexperimentellen Forschung beharren die Zulassungsbehörden immer noch auf den Nachweis im Tierversuch. Und das, obwohl durch die Weiterentwicklung von Computersimulationen, In-Vitro-Verfahren und großen Symptomdatenbanken der Tierversuch von verschiedenen Fachleuten und anerkannten Ärzten schon längst als ein veraltetes und unwissenschaftliches Verfahren beurteilt wird.

Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg.

Tiere sind für viele Wissenschaftler noch immer nicht mehr als ein Meßinstrument für menschliche Krankheiten - und ein Sprungbrett für ihre Karriere. Weltweit spezialisieren sich Firmen darauf, Tieren menschliche Krankheiten anzuzüchten, die sie in der Natur niemals bekommen könnten. Es gibt mittlerweile Tausende von Heilmitteln, die bei Mäusen und Ratten Krebs heilen können, doch keines dieser Ergebnisse konnte bislang auf den Menschen übertragen werden. Jährlich gehen Millionen an Steuergeldern an diese Tierausbeuterfirmen, die in Zusammenarbeit mit den medizinischen Forschungsinstituten die Menschheit betrügen und den kranken Menschen immer wieder Hoffnungen von einer Heilung vorgaukeln. Diese Zuchtfirmen bieten z.B. Mäuse mit über 80 angezüchteten Krankheiten an, die sie normal nie bekommen könnten. Oder Hunde die nicht bellen oder schreien können - perfekte Einwegmeßinstrumente für die Forschung.

Auch das AKH macht Tierversuche für den angeblichen medizinischen Fortschritt

Bereits vor Jahren bekam der VgT Einblick in die Verliese des AKH, wo der Veterinärmediziner und Tierexperimentator Dr. Udo Losert für seine "Grundlagenforschung" bereits tausende unschuldiger Tiere zu Tode foltern ließ: Mäuse, Kaninchen, Schafe, Hunde, Katzen und Schweine: Genmanipulierten Mäusen wird die Leber herausoperiert, um genetische Erkenntnisse für Transplantationen von Tierorganen auf den Menschen zu gewinnen. Schafen werden die Rückenmuskel um das Herz herumgelegt und künstlich innerviert, um zu sehen, wie lange so ein krankes Herz weiter schlagen kann. Und Schweinen werden Extremitäten abgetrennt, um zu sehen, wie lange diese ohne Blutversorgung "lebendig" bleiben können, usw. All das ist trotz Tierversuchsgesetz und "Ethik-Kommission" in Österreich nach wie vor erlaubt - nur die Öffentlichkeit weiß nichts davon.

Der VgT wird daher am kommenden Samstag, 24. April, dem internationalen Tag des Versuchstiers ab 10 Uhr vor dem AKH, 1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20, eine Kundgebung veranstalten: Wir zeigen Plakate mit Tierversuchsbildern, Transparente, Videos über die grausame, versteckte Realität und tragen wieder unsere berühmten Tiermasken, stellvertretend für hunderttausende Versuchstiere, die alleine in Österreich jährlich für uns ihr Leben lassen müssen. Einer unserer als "Tier" verkleideter Aktivist wird in einem kleinen Versuchskäfig sitzen.

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