Tourismusmitarbeiter erhalten 2,1 Prozent höhere Mindestlöhne

HGPD erreichte nach 2 Jahren wieder bundesweiten Abschluss

Wien (HGPD/ÖGB). Die rund 122.000 Arbeiter des Hotel- und Gastgewerbes in ganz Österreich erhalten per 1. Mai 1999 2,1 Prozent höhere Mindestlöhne. Dieses Ergebnis wurde gestern Abend bei den Kollektivvertragsverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) und der Arbeitgeberseite erzielt. HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske wertet diesen Abschluss "als Erfolg einer konsequenten Interessenpolitik, die sich in den vergangenen zwei Jahren auch vor Konflikten nicht gescheut hat". ++++

Erstmals nach zwei Jahren ist es der Gewerkschaft HGPD wieder gelungen, einen bundesweiten Kollektivvertrag für die Arbeiter im Hotel- und Gastgewerbe abzuschließen. In den Jahren 1997 und 1998 gab es nur Lohnabschlüsse auf Bundesländerebene. Der neue Kollektivvertragsabschluss sieht auch die Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um den gleichen Prozentsatz sowie die Aufstockung aller Zulagen um 10 Schilling (0,73 Euro) vor. Die Laufzeit dieser Vereinbarung beträgt ein Jahr.

Kaske: "Ergebnis herzeigbar, trotzdem besteht noch Aufholbedarf!"

Kaske: "Unsere Aktionen in den letzten zwei Jahren, beispielsweise unsere 'Betriebsbesuche', haben auf der Arbeitgeberseite offensichtlich Wirkung gezeigt. Die Erhöhung der Mindestlöhne um 2,1 Prozent ist ein herzeigbares Ergebnis, wenn man bedenkt, dass
im Vorjahr bei den länderweisen Lohnerhöhungen lediglich ein Plus von 1,8 Prozent erreicht werden konnte. Dennoch besteht noch immer ein großer Nachholbedarf bei den Löhnen der Tourismusmitarbeiter. Nach dem 1. Mai wird der geringste Bruttomonatslohn für eine Vollzeitbeschäftigung von 40 Stunden pro Woche 12.360 Schilling oder 898,24 Euro betragen. Da fehlen noch mehr als elf Prozent auf die 1000 Euro, die wir uns als Mindestlohn ab 1. Jänner 2002 zum Ziel gesetzt haben." (ws)

ÖGB, 23. April 1999 Nr. 177

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel. (01) 534 44/501 Dw.
HGPD-Presse Wolfgang Schwarz
Tel. 0664/358 14 69

HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB