Muzik: Warum schweigt die ÖVP zum NÖM-Desaster

Hunderte Jobs weniger - nun sind tausende Landwirte in ihrer Existenz bedroht

St. Pölten, (SPI) - "Als sich VP-Klubobmann Ernst Strasser kürzlich zu diskutierten Umstrukturierungen innerhalb der OMV zu Wort meldete und sich um die Beschäftigten Sorgen machte, hofften viele bereits auf einen "Dogmenwechsel" innerhalb der ÖVP. War die ÖVP plötzlich auf den kleinen Arbeiter und Angestellten "gekommen"? Weit gefehlt -es ging wie immer um politisches Kleingeld, denn Strasser & Co schweigen beharrlich wenn es darum geht, das Desaster rund um den ihnen nahestehende NÖM-Konzern zu bereinigen und gar jüngste massive Milchpreissenkungen durch die NÖM, die teils existenzbedrohende Ausmaße für tausende Milchbauern in Niederösterreich annehmen, zu kommentieren. Nicht nur haben im VP-nahen Unternehmen hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Monaten ihren Job verloren, nun stehen auch tausende Milchbauern in NÖ mit dem Rücken zur Wand", ist der Agrarsprecher derSP-NÖ, Abg. Hans Muzik, über das Vorgehen der ÖVP und der NÖM empört.****

Die NÖM hat den Milch-Grundpreis um mehr als die Hälfte von 31 Groschen auf 15 Groschen halbiert, dazu kommen noch Abschläge für Fett- und Eiweißgehalt. Niederösterreichs Bauern erwartet damit ein Abnahmepreis von wenig mehr als 4 Schilling pro Liter - der Konsument sieht in den Verkaufsregalen der Supermärkte keinen Groschen von diesen Milchpreisreduzierung. "Die Gewinnen landen alle auf den Konten der NÖM und des Mehrheitseigentümers - der Raiffeisen Landesbank für Niederösterreich und Wien -, wo sich die VP-Granden von Niederösterreich nahezu tagtäglich die Klinke in die Hand geben.

"Einmal mehr wurden die Bauern von der Volkspartei im Stich gelassen, die Milchgarantieverordnung des VP-geführten Landwirtschaftsministeriums darf - obgleich in der derzeitigen Form überzogen und viel zu hart - getrost als "vorgeschobener" Grund für die Milchpreissenkung gesehen werden. Es bleibt den Bauern nur mehr ein Mittel zur Notwehr - Selbstvermarktung und Hände weg von den "grünen" und vor allem "tiefschwarzen" Riesen, die längst nicht mehr die Interessen der Landwirtschaft vertreten", so Abg. Muzik abschließend.
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