Österreich-Premiere: Internet-Wahlbörse zur EU-Wahl

"Die Presse" und die "Kleine Zeitung" bieten neuartiges Online-Spiel an

Wien (OTS) - Am Samstag, den 24. April, starten "Die Presse" und
die "Kleine Zeitung" eine Wahlbörse im Internet. Die Wahlbörse funktioniert genau wie eine richtige Börse: Aktien der wahlwerbenden Parteien können - im Idealfall - möglichst billig gekauft und möglichst teuer verkauft werden. Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs der Partei-Aktien. Die Mitspieler können ihren persönlichen Aktien-Mix jederzeit blitzschnell an die politische Lage anpassen und so ihr Fingerspitzengefühl erproben. ****

Der Einsatz, um bei der Wahlbörse dabei sein zu können, ist gering, aber echt. Jeder "Wahl-Broker" darf aber maximal 100 Schilling einsetzen. Dafür erhält er 1000 virtuelle Wahl-Euro. Darum kann er dann Aktien der wahlwerbenden Parteien kaufen und damit handeln. Nach der EU-Wahl, am 13. Juni 1999, wird das erspielte Kapital komplett wieder ausbezahlt. Die Schlußkurse entsprechen dem Prozentanteil, den jede der fünf österreichischen Parteien bei der EU-Wahl erzielt hat. Das gesamte einbezahlte Spielkapital wird - je nach dem Wert der Aktien des jeweiligen Spielers - wieder an die Spieler ausgespielt. "Die Presse" und die "Kleine Zeitung" bieten das Service kostenlos an. Überdies gibt es für den erfolgreichsten Mitspieler der Wahlbörse eine Prämie in der Form eines Sparbuchs mit 10.000 Schilling Einlage.

"Presse"-Chefredakteur Andreas Unterberger sieht die Wahlbörse als Fortsetzung des Börsenspiels im vergangenen Jahr, das das weitaus erfolgreichste Österreichs gewesen ist. "Die Wahlbörse kombiniert perfekt das spielerische Element und die seriöse Befassung mit aktuellen politischen Entwicklungen sowie die Technik des Börsegeschehens. Die Regeln des Spiels klingen vielleicht kompliziert, sind aber beim ersten Blick auf die Internet-Seite sofort erfaßt." Mit Spannung, so Unterberger weiter, wartet "Die Presse" darauf, ob das Instrument so wie im Ausland überdies auch eine brauchbare Prognose für den Ausgang der Wahl ergibt.

Kleine Zeitung-Chefredakteur Erwin Zankel schätzt an der Wahlbörse neben der Möglichkeit, relativ genau Instrumente für die Einschätzung der politischen Stimmung zu gewinnen, vor allem eines: "Werkzeuge wie die Wahlbörse erlauben es uns als Zeitung, die eigentliche Stärke des Mediums Internet zu verstehen und zu präsentieren: Interaktivität und damit aktive Teilnahme der Leser bzw. User am Publikationsprozeß."

Wahlbörsen haben in den letzten Jahren die Ergebnisse von amerikanischen und deutschen Wahlen oft präziser vorausgesagt als so manche Meinungsumfragen. Als Grund dafür wird angenommen, daß bei einer Wahlbörse die Spieler Aktien weniger nach ihrer persönlichen Sympathie, sondern nach ihrem politischem Gefühl kaufen. Bei einer größeren Händleranzahl entsteht dadurch ein relativ exaktes Stimmungsbild der Bevölkerung. Auch machen sich die Spieler bei einer Wahlbörse wesentlich mehr Gedanken und sind auch besser informiert als jene Personen, die bei Umfragen befragt werden.

Das Handelssystem der Wahlbörse ist von der renommierten Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" unter Mithilfe der Technischen Universität Wien entwickelt worden. Es basiert auf amerikanischen Modellen und ist erstmals bei der deutschen Bundestagswahl zum Einsatz gekommen.

Die Wahlbörse ist ab Freitag abend über die Internet-Seiten der "Presse" und der "Kleinen Zeitung" erreichbar:
http://www.diepresse.at sowie http://www.styria.com

AVISO: Vorab kann man unter der Adresse http://wahl.diepresse.at die Wahlbörse bereits vor dem Start testen.

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