Gewerkschaft fordert Durchsetzung der bestehenden Gesetze

LKW-Fahrer wehren sich - Übermüdung tötet!

Wien (HTV/ÖGB). Die zahlreichen schweren Verkehrsunfälle der vergangenen Tage veranlassten heute die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) bei einer Pressekonferenz neuerlich auf
die gravierenden Missstände im Transportgewerbe hinzuweisen.++++ Walter Darmstädter, Zentralsekretär der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr, sagte bei der heutigen Pressekonferenz unter
dem Motto "Übermüdung tötet": "Die Gewinnmaximierung im Transportgewerbe kann nicht auf dem Rücken der Fahrer ausgetragen werden! Nach massiven Lenkzeitüberschreitungen sind nicht nur die Fahrer, sondern alle Verkehrsteilnehmer permanent gefährdet!"
Den Praktiken der Frächter ist daher auf mehreren Ebenen zu begegnen: So ist die Exekutive aufgefordert, von ihrem Recht auf Zwangsmassnahmen - wie beispielsweise das Abstellen von LKWs -Gebrauch zu machen, wenn dem Lenker massive Lenkzeitüberschreitungen nachzuweisen sind.
Die Krankenkassen sollten endlich die ordnungsgemässe Anmeldung
der Fahrer sicherstellen. Die österreichweite Anschaffung von elektrischen Tachoscheiben-Lesegeräten ist dazu unbedingte Voraussetzung.
Nicht zuletzt sind verstärkt Massnahmen zu setzen, die dem unlauteren Wettbewerb der "Schwarzen Schafe" dieser Branche, immerhin 80 Prozent der Betriebe, einen Schranken setzen.

ÖGB, 22. April 1999 Nr. 176

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