• 22.04.1999, 15:16:05
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  • OTS0231

Gewerkschaft fordert Durchsetzung der bestehenden Gesetze

LKW-Fahrer wehren sich - Übermüdung tötet!

Wien (HTV/ÖGB). Die zahlreichen schweren Verkehrsunfälle der
vergangenen Tage veranlassten heute die Gewerkschaft Handel,
Transport, Verkehr (HTV) bei einer Pressekonferenz neuerlich auf
die gravierenden Missstände im Transportgewerbe hinzuweisen.++++
Walter Darmstädter, Zentralsekretär der Gewerkschaft Handel,
Transport, Verkehr, sagte bei der heutigen Pressekonferenz unter
dem Motto "Übermüdung tötet": "Die Gewinnmaximierung im
Transportgewerbe kann nicht auf dem Rücken der Fahrer ausgetragen
werden! Nach massiven Lenkzeitüberschreitungen sind nicht nur die
Fahrer, sondern alle Verkehrsteilnehmer permanent gefährdet!"
Den Praktiken der Frächter ist daher auf mehreren Ebenen zu
begegnen: So ist die Exekutive aufgefordert, von ihrem Recht auf
Zwangsmassnahmen - wie beispielsweise das Abstellen von LKWs -
Gebrauch zu machen, wenn dem Lenker massive
Lenkzeitüberschreitungen nachzuweisen sind.
Die Krankenkassen sollten endlich die ordnungsgemässe Anmeldung
der Fahrer sicherstellen. Die österreichweite Anschaffung von
elektrischen Tachoscheiben-Lesegeräten ist dazu unbedingte
Voraussetzung.
Nicht zuletzt sind verstärkt Massnahmen zu setzen, die dem
unlauteren Wettbewerb der "Schwarzen Schafe" dieser Branche,
immerhin 80 Prozent der Betriebe, einen Schranken setzen.

ÖGB, 22. April 1999 Nr. 176

Rückfragehinweis: Gewerkschaft HTV

Bundessekretär für Transport, Georg Eberl
Tel. (01) 534 54/322 Dw.

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