Fast ein Viertel der Wiener Wohnungen mit Fernwärme versorgt

Wien, (OTS) Zur Situation der Fernwärme in Österreich im Jahr 1998 nahm die Fachverbandsspitze der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen - Generaldirektor Dr. Karl Skyba (Wiener Stadtwerke) sowie seine Stellvertreter Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber (EVN) und Direktor Dipl.-Ing. Anton Wischinka (Fernwärme Wien) in einem Pressegespräch am Donnerstag Stellung. Skyba wies einleitend darauf hin, "daß die Fernwärme großflächig und ständig verfügbar ist. Sie stellt einen wesentlichen Teil der Energieversorgung dar, nicht zuletzt aus dem ökologischen Blickwinkel heraus". Er urgierte in diesem Zusammenhang auch die Anerkennung der Wasserkraft als erneuerbare Energie, wie das im Ausland allgemein der Fall sei.

Die Energie- und Fernwärmesituation in Österreich war 1998 durch folgende Punkte gekennzeichnet:

o Der Heizenergiebedarf war aufgrund milder Temperaturen wieder

auf niedrigem Niveau, der Gesamtverbrauch ging um 3 Prozent zurück.
o Die inländischen Verbraucherpreise für Energie gaben weiter

nach. Der Energieindex (Haushaltsenergie und Treibstoffe) sank
im Jahresdurchschnitt um 3,3 Prozent.
o Das höchste Wirtschaftswachstum (1998 plus 3 Prozent) seit 1991

ließ den Energieverbrauch für Produktionszwecke und für den Gütertransport steigen.
o Im Sektor Fernwärme wurden 1998 10.950 Gigawattstunden (GWh)

produziert, davon stammten rund 68 Prozent aus Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen.

Zur Position Wiens im Fernwärmebereich: In ganz Österreich waren im Jahr 1998 rund 430.000 (um 11 Prozent mehr als im Jahr davor) an das Fernwärmeversorgungsnetz angeschlossen. Damit betrug der Anteil fernwärmeversorgter Wohnungen etwas über 13 Prozent. In Wien lag dieser Prozentsatz naturgemäß wesentlich höher, hier waren rund 200.000 Wohnungen, und damit fast ein Viertel, an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Tendenz ist weiter steigend; laut Wischinka kommen pro Jahr rund 10.000 Wohnungen dazu. Zum
Vergleich: In Skandinavien gibt es Wohngebiete, die bis zu 95 Prozent mittels Fernwärme beheizt werden. Eine weitere
Verbesserung der Wiener Versorgungssituation wird durch die neue Kraft-Wärme-Koppelung, die im von der Fernewärme Wien und der WIENSTROM gemeinsam betriebenen neuen Kraftwerk Donaustadt
errichtet wird, ab dem Jahr 2001 gegeben sein. (Schluß) pz/rr

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