Wirtschaft fordert flexible FH-Förderungspolitik

Absolventenbedarf der Wirtschaft wichtiger als

regionale Flächendeckung =

pwk - Als richtige Entscheidung wertet die Wirtschaftskammer Österreich die geplante Aufstockung der Studienplätze im Fachhochschulbereich von ursprünglich 17.500 auf 21.000 Hörer bis zum Jahr 2005. "Angesichts des anhaltend großen Zulaufs zu den FH-Studiengängen und der guten Beschäftigungsaussichten für Absolventen ist die Aufstockung eine richtige Entscheidung", stellt hierzu Klaus Schedler von der Gruppe Bildungspolitik der Wirtschaftskammer fest. ****

In Zukunft muß es darum gehen, auf der Grundlage der bislang eingeleiteten Anstrengungen und gewonnenen Erfahrungen die bisherige Entwicklung fortzusetzen. Die Kontinuität dieser Entwicklung wird in erster Linie vom Fachhochschulrat gewährleistet, der über die Qualität des Studienangebots wacht und innerhalb der letzten Jahre seine "Feuerprobe" bestanden hat. Auch wenn dieser Rat als weisungsfreie Behörde eingerichtet ist, hat der Wissenschaftsminister durch den Abschluß von Förderungsverträgen mit bestimmten FH-Anbietern die Möglichkeit, die weitere Fachhochschulentwicklung zu beeinflussen. "Die in diesem Zusammenhang aus dem Ministerium erfolgte Ankündigung, in Zukunft in den bevölkerungsreichen Bundesländern höchstens zwei und in den anderen Bundesländern maximal einen Fachhochschul-Erhalter mit öffentlichen Mitteln fördern zu wollen, löst aber seitens der Wirtschaft Befremden aus", so Schedler.

Es ist verständlich, daß das Ministerium auf diesem Wege einer "Zersplitterung" von Einzelinitiativen im FH-Bereich entgegenwirken möchte. Die simple Festlegung einer Höchstzahl von öffentlich finanzierten Erhaltern pro Bundesland sei aber der falsche Weg, meint Schedler. Weitaus wichtiger als die regionale Flächendeckung der Versorgung mit FH-Angeboten sollten qualitative Kriterien des Studienangebotes und der zu erwartende Absolventenbedarf der Wirtschaft sein.

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