- 22.04.1999, 12:00:26
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- OTS0143
Wirtschaft fordert flexible FH-Förderungspolitik
Absolventenbedarf der Wirtschaft wichtiger als
regionale Flächendeckung =
pwk - Als richtige Entscheidung wertet die Wirtschaftskammer
Österreich die geplante Aufstockung der Studienplätze im
Fachhochschulbereich von ursprünglich 17.500 auf 21.000 Hörer bis zum
Jahr 2005. "Angesichts des anhaltend großen Zulaufs zu den FH-
Studiengängen und der guten Beschäftigungsaussichten für Absolventen
ist die Aufstockung eine richtige Entscheidung", stellt hierzu Klaus
Schedler von der Gruppe Bildungspolitik der Wirtschaftskammer fest.
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In Zukunft muß es darum gehen, auf der Grundlage der bislang
eingeleiteten Anstrengungen und gewonnenen Erfahrungen die bisherige
Entwicklung fortzusetzen. Die Kontinuität dieser Entwicklung wird in
erster Linie vom Fachhochschulrat gewährleistet, der über die
Qualität des Studienangebots wacht und innerhalb der letzten Jahre
seine "Feuerprobe" bestanden hat. Auch wenn dieser Rat als
weisungsfreie Behörde eingerichtet ist, hat der Wissenschaftsminister
durch den Abschluß von Förderungsverträgen mit bestimmten FH-
Anbietern die Möglichkeit, die weitere Fachhochschulentwicklung zu
beeinflussen. "Die in diesem Zusammenhang aus dem Ministerium
erfolgte Ankündigung, in Zukunft in den bevölkerungsreichen
Bundesländern höchstens zwei und in den anderen Bundesländern maximal
einen Fachhochschul-Erhalter mit öffentlichen Mitteln fördern zu
wollen, löst aber seitens der Wirtschaft Befremden aus", so Schedler.
Es ist verständlich, daß das Ministerium auf diesem Wege einer
"Zersplitterung" von Einzelinitiativen im FH-Bereich entgegenwirken
möchte. Die simple Festlegung einer Höchstzahl von öffentlich
finanzierten Erhaltern pro Bundesland sei aber der falsche Weg, meint
Schedler. Weitaus wichtiger als die regionale Flächendeckung der
Versorgung mit FH-Angeboten sollten qualitative Kriterien des
Studienangebotes und der zu erwartende Absolventenbedarf der
Wirtschaft sein.
"Die Wirtschaft fordert daher, daß in Zukunft qualitativ
hochwertige FH-Vorhaben vom Bund auch dann gefördert werden, wenn der
angegebene Richtwert an Erhaltern pro Bundesland überschritten ist
und erwartet vom Wissenschaftsministerium die Beibehaltung einer
flexiblen Förderungspolitik", stellt Schedler fest.
(Schluß) pt
Rückfragehinweis: Dr. Klaus Schedler
BW-Abteilung
Tel.: 50105/4080
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