Zur Zukunft der ländlichen Regionen

Sobotka: 7.000 EU-kofinazierte Projekte mit 15 Milliarden Investition

St.Pölten (NLK) - "Die Zukunft der ländlichen Regionen ist zugleich auch die Zukunft Niederösterreichs, sind doch 80 Prozent der Landesfläche mit etwa zwei Dritteln der Bevölkerung ländlicher Raum", sagte gestern Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei einer Informations-und Diskussionsveranstaltung des Info Point Europa St.Pölten und des "Club Niederösterreich" in Horn. Ebenfalls am Podium vertreten waren Agnes Schierhuber, Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Mag. Markus Holzer, Abteilungsleiter der Generaldirektion VI der Europäischen Kommission, und Ing. Ignaz Knöbl, Oberrat im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft.

An EU-Mitteln stünden in der Periode von 1995 bis 1999 allein im Bereich der Regionalförderung 2,16 Milliarden Schilling zur Verfügung, die, durch nationale Mittel auf 5,25 Milliarden aufgestockt, zu einem Großteil dem ländlichen Raum zugute kämen, sodaß bisher rund 7.000 Projekte mit einem Investitionsvolumen von ca. 15 Milliarden Schilling initiiert wurden, so Sobotka weiter. Damit sei im wesentlichen jeder Schilling aus Brüssel abgeholt worden. Auf diesen Erfahrungen und der guten Arbeit in der Vergangenheit könne man jetzt aufbauen.

Nun gehe es in der Landespolitik darum, die Umsetzung der Agenda 2000 zu bewältigen, die neuen Zielgebiete abzugrenzen, neue Regionalförderprogramme zu erstellen und Begleitmaßnahmen zur EU-Erweiterung zu initiieren. Durch die finanzielle Aufwertung von Gemeinschaftsinitiativen wie INTERREG würden insbesondere für die Grenzregionen verstärkt Mittel zur Verfügung stehen, es liege an den Regionen, diese auch in Anspruch zu nehmen. Das Land werde in jedem Fall alle Möglichkeiten, die die Agenda biete, voll ausnützen, sich alle verfügbaren Mittel aus Brüssel holen und auch in Wien keinen Schilling liegenlassen - im Interesse des ländlichen Raumes, in dem die Entwicklung zum Dienstleistungs-Sektor zwar voranschreite, der traditionelle Bereich mit heute nur noch neun Prozent der Arbeitsplätze aber weiterhin eine Chance haben müsse, betonte Sobotka abschließend.

Schierhuber wies der Absicherung einer integrierten, flächendeckenden bäuerlichen Landwirtschaft als "Europäisches Landwirtschaftsmodell" oberste Priorität zu. Die Agenda 2000 werde diesem Anspruch gerecht und trage vielen österreichischen Anliegen wie etwa einer gemeinsamen Forststrategie, Investitionsförderungen bei erneuerbaren Rohstoffen, Aufhebung der Differenzierung zwischen Neben- und Vollerwerbsbauern, Sockelmodell betreffend Ausgleichszulagen sowie Sicherstellung der Weiterführung der österreichischen Agrar-Umweltprogramme Rechnung.

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