Dirnberger: Ehrenzeichen für Richard Schenz ist Verhöhnung der Bevölkerung

Farnleitners Antrag auf Auszeichnung des OMV-Chefs ist mehr als seltsam

Wien (OTS) - Gegen die Verleihung des "Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik" an OMV-Generaldirektor Richard Schenz sprach sich AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) aus. "Welche Verdienste um die Republik hat denn Herr Schenz? Er hat nur Verdienste für seine Aktionäre, die dank der höchsten Benzinpreise in der EU traumhafte Dividenden erhalten. Die Bürger der Republik aber werden von der OMV beim überhöhten Benzinpreis geschröpft. Eine Auszeichnung für Schenz ist geradezu eine Verhöhnung der Bevölkerung", wundert sich Dirnberger über die von der Bundesregierung beantragte Auszeichnung.

Als "seltsam" bezeichnet Dirnberger in diesem Zusammenhang auch das Verhalten von Wirtschaftsminister Farnleitner, war er es doch, der im Ministerrat Schenz für das Ehrenzeichen vorschlug. "Da zwingt die OMV die Republik zu einer Gesetzesnovelle, damit eine amtliche Benzinpreisregelung möglich wird, und als Dank für diese Notwehr des Nationalrates bekommt der OMV-Chef eine Auszeichnung", kritisiert Dirnberger. Dirnberger gibt auch zu bedenken, daß die OMV in den vergangenen Jahren tausende Arbeitsplätze wegrationalisiert hat. Da ist es dann sicher nicht das richtige Zeichen an die Wirtschaft, den Chef dieses Unternehmens auch noch auszuzeichnen", sagt Dirnberger, der seine Vorbehalte gegen das Ehrenzeichen für Schenz auch dem für die Verleihung zuständigen Bundespräsidenten Dr. Thomas Klestil brieflich mitteilen wird.

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