Papierindustrie investiert ein Drittel in den Umweltschutz

Altpapierverbrauch auf neues Rekordhoch von 1,7 Mio Tonnen gesteigert - Kyoto-Ziel schon lange erreicht

PWK - 1998 wendete die österreichische Papierindustrie bei Gesamtinvestitionen von 2,7 Mrd Schilling 940 Millionen für den Umweltschutz auf. "Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre wurde über ein Drittel der laufenden Investitionen für die Umwelt ausgegeben, nämlich 18,4 Mrd Schilling", erklärte der Präsident der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, Robert Launsky-Tieffenthal, anläßlich der Präsentation des 10. Umweltberichtes der Papierindustrie vor Journalisten. ****

Der überwiegende Anteil der in der heimischen Papierindustrie anfallenden Reststoffmenge kann stofflich und thermisch genutzt werden. Bezogen auf die gesamte stoffliche Einsatzmenge werden nur 1,9 Prozent deponiert. Drastisch reduziert wurden vor allem die Abwässer. "Die spezifischen Abwassermengen liegen heutzutage nur mehr bei 14 m3 pro Tonne Papier und 34,3 m3 pro Tonne Zellstoff", so Launsky-Tieffenthal.

Vorbildlich unterwegs sei die österreichische Papierindustrie auch bei der Reduzierung der Treibhausgase, erklärte Kurt Mitterböck, Vorstandsdirektor der Neusiedler AG. "Das Kyoto-Ziel, das eine Reduktion der Ausstoßes von 13 Prozent bis zum Jahr 2012 vorschreibt, hat die heimische Papierindustrie bereits längst erreicht. Von 1980 bis 1990 wurde der Ausstoß halbiert und seit 1990 erneut um 18 Prozent verringert."

Beim Verbrauch von Altpapier, bei dem die österreichische Papierindustrie ohnehin bereits im europäischen Spitzenfeld rangiert, konnte 1998 eine neuerliche Steigerung erreicht werden. Gegenüber dem Jahr davor stieg der Altpapierverbrauch um 90.000 Tonnen oder 5,5 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 1,7 Mio Tonnen. Die Altpapier-Einsatzquote, das ist der Altpapierverbrauch in Prozent der Papier-, Faltschachtelkarton- und Pappeproduktion, erhöhte sich 1998 auf 43,2 Prozent.

Auf den hohen Bahnanteil der heimischen Papierindustrie beim Transport machte Heinz Kessler, Generaldirektor der Nettingsdorfer Papierfabrik AG, aufmerksam. "Die Papierindustrie hat schon sehr früh erkannt, daß es wichtig ist, auf eine ökologische Schiene zu setzen und deshalb schon vor vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den ÖBB und anderen Bahnverwaltungen forciert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: derzeit werden rund 6,5 Mio Tonnen pro Jahr mit der Bahn befördert. Dies bedeutet, daß beim Transport in der Papierindustrie jede zweite Tonne Bahn fährt."

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