AUVA: 300.000 Österreicher von Lärm am Arbeitsplatz betroffen

Wien (OTS) - Nach wie vor ist Lärmschwerhörigkeit die häufigste Berufskrankheit in Österreich. Wie die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) meldet, wurden im vergangenen Jahr 481 Lärmerkrankungen registriert. Eine traurige Entwicklung, die auch durch optimalen Schutz am Arbeitsplatz nicht gestoppt werden kann: 25 bis 30 Prozent der Jugendlichen, die ins Berufsleben eintreten, haben bereits signikfikante Hörschäden, während vor 20 Jahren nur etwa 15 Prozent der Jugendlichen mit diesem Problem zu kämpfen hatten. Begründet wird dieser negative Trend mit erhöhter Lärmbelastung in der Freizeit. Stereo- Kopfhörer, Discos, aber auch lautes Spielzeug sind die wesentlichsten Ursachen.

Zum "Internationalen Lärmvermeidungstag", der heute (21. April) begangen wird, und der in Deutschland sogar mit 15 Sekunden Stille seine Würdigung findet, hat die AUVA fünf Punkte zur Lärmreduktion zusammengefaßt:

1) Bei betrieblichen Entscheidungen über Maschinenanschaffungen soll auch die Lärmemission als Kriterium herangezogen werden. Hersteller und Vertreiber von Maschinen sind verpflichtet, entsprechende Werte anzugeben.

2) Wie auch im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz vorgesehen, müssen an Lärmarbeitsplätzen entsprechende Maßnahmen zur Lärmminderung angewendet werden - die AUVA-Experten beraten die Unternehmen kostenlos und individuell.

3) Gehörschutz sollte auch bei lauten Freizeitaktivitäten wie Rasenmähen oder Heimwerken verwendet werden.

4) Eltern sollten ihren Sprößlingen kein "lautes" Spielzeug kaufen.

5) Gastbetriebe und Diskotheken sollten selbst überprüfen, ob sie nicht mit verminderter Lautstärke genauso attraktiv für ihre Gäste bleiben.

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