Grabfund aus der Jungsteinzeit bei Notgrabung

Präsentation erstmals bei Sonderausstellung möglich

St.Pölten (NLK) - Der kürzlich in Niederhollabrunn bei Stockerau getätigte Grabfund aus der Jungsteinzeit weist, wie erste Untersuchungen ergaben, einige Besonderheiten auf: Dieses Grab, in dem ein vermutlich junger Mensch in der in der Jungsteinzeit üblichen Hockerstellung gefunden wurde, befand sich in einer Tiefe von lediglich 80 Zentimetern, von der oberen Humusschichte gemessen. Der Erhaltungszustand des Skeletts war für diese geringe Tiefe überraschend gut. In Kürze wird von der Expertin des Naturhistorischen Museums Wien Univ.Doz. Dr. Maria Teschler-Nicola das Alter dieses Grabfundes bzw. das Lebensalter des darin gefundenen Toten untersucht. Falls Verletzungen festgestellt werden, wird auch, soweit möglich, deren Ursachen nachgegangen. Das Skelett wird im Naturhistorischen Museum gelagert und kann bei Sonderausstellungen gezeigt werden. Es war nicht möglich, das Grab "im Block" zu bergen, da das Erdmaterial zu brüchig war.

Dieser Grabfund gelang im Verlauf einer Rettungsgrabung beim Aushub eines Kellers für ein Einfamilienhaus. "Häuslbauer" in dieser Region müssen immer wieder damit rechnen, auf derartige Funde zu stoßen, und werden von ihren Gemeinden auch entsprechend instruiert. Dabei ist große Bereitschaft festzustellen, den Archäologen bei ihrer Arbeit zu helfen und Funde rechtzeitig zu sichern, ehe die Baggerschaufel die Zeugen der Vergangenheit zerstört.

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