Kinder und Medien

Allianz für Medienkompetenz bietet Hilfe und Informationen

St.Pölten (NLK) - Fernsehen ist heute für die meisten Kinder ein fixer Bestandteil im Alltagsleben. Es kommt dabei vor allem darauf an, wie sie damit umgehen und welche Angebote sie auch tatsächlich nützen. Themen, mit denen sich die Interessenvertretung der NÖ Familien bereits seit Jahren im Rahmen eines Medienarbeitskreises intensiv auseinandersetzt. So wurde beispielsweise im Vorjahr auf Initiative der Interessenvertretung eine sogenannte Medienpädagogische Beratungs- und Kooperationsstelle bei der NÖ Landesakademie eingerichtet, die im Rahmen der Allianz für Medienkompetenz Eltern und Pädagogen Informationen und Orientierungshilfen bietet und in Kindergärten, in der Elternbildung und in Schulen die Medienerziehung forciert.

Experten sind sich heute darüber einig, daß die Zunahme von Gewalt in der Gesellschaft weder allein den Familien noch den Medien anzulasten ist. Die Wirkungsweisen von Gewaltdarstellungen sind vor allem vom Kontext, vom sozialen Umfeld und von der Situation abhängig. Unbestritten ist, so die Interessenvertretung der NÖ Familien, daß Fernsehgewalt zumindest mittelbar Auswirkungen auf das Menschen- und Weltbild sowie auf Verhaltensweisen hat. Gewalt wird vielfach als vorbildhafte Verhaltensweise gesehen, zudem tritt auch ein Gewöhnungseffekt ein. Nach aktuellen Schätzungen verbringen heute Kinder bis zum 14. Lebensjahr nicht nur täglich etwa zwei Stunden vor dem Fernseher, sie haben bis zu diesem Alter auch rund 14.000 Morde im Fernsehen gesehen.

Immer wieder versucht die Interessenvertretung der NÖ Familien mit Veranstaltungen, bei denen hochrangige Experten aus den verschiedensten Bereichen zu Wort kommen, auf diese Probleme aufmerksam zu machen. So wird sich beispielsweise am 9. Juni im St.Pöltner Landhaus eine Enquete mit der Mediennutzung und den Medienangeboten sowie den Wünschen, Werten und Welten der 11- bis 15jährigen auseinandersetzen. Dabei sollen auch Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung dieser Altersgruppe aufgezeigt und Lösungsansätze mit Pädagogen, Psychologen, Politikern und Erwachsenenbildnern diskutiert werden.

Nähere Informationen sind bei der Interessenvertretung der NÖ Familien unter der Telefonnummer 02742/200-6494 bzw. 6495 und bei der Medienpädagogischen Beratungs- und Kooperationsstelle unter der Telefonnummer 02742/294-7468 zu erhalten.

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